Roller Champions in der E3-Vorschau: Wie Rocket League, nur ganz anders

Special Lukas Schmid
Roller Champions in der E3-Vorschau: Wie Rocket League, nur ganz anders
Quelle: Ubisoft

Es muss nicht immer Open World sein: Ubisoft begibt sich mit Roller Champions ins Free2Play-Gefilde. Bevor sich jetzt alle uninteressiert gähnend wegdrehen: Das Endergebnis verspricht, ein kleines Multiplayer-Highlight zu werden. Wir konnten im Vorfeld der E3 einige Runden spielen respektive drehen und berichten von unseren Rollschuh-Erfahrungen.

Unsere PR-Kontakte bei Ubisoft durften bei der Terminplanung für die Messe noch keine Details nennen zu den Spielen, die uns da dieses Jahr erwarten würden. Eines der Projekte wurde uns lediglich als "so ähnlich wie Rocket League" verkauft. Jetzt wissen wir: Dabei handelt es sich um Roller Champions (jetzt kaufen 99,99 € ). Und ja, man ist in einer Arena unterwegs und schießt Tore. Da hören die Parallelen mit der vermeintlichen Inspiration aber auch schon wieder auf.

Der Rubel rollt, die Schuhe rollen auch

Roller Champions ist ein Free2Play-Spiel. Wie die Echtgeld-Elemente aussehen werden? Keine Ahnung! Und es würde uns nicht wundern, wenn noch nicht einmal die Macher selbst das so genau wissen. Noch nicht einmal einen Releasezeitraum für den Titel gibt es; "Anfang 2020" ist alles, was es dazu aktuell zu sagen gibt. Und auch zu Modi, Inhalten und weiteren Details schweigen sich die Macher wohl vor allem deswegen noch aus, weil sich das Spiel noch in so einer frühen Entwicklungsphase befindet.

Was uns in der E3-Demo erwartet: Eine von zwei vom Aufbau her identische und nur bezüglich der Hintergründe unterschiedliche Arenen, in der sich zwei Dreierteams auf Rollerblades gegenüberstehen. Die Arenen sind als Oval aufgebaut mit einer Barriere in der Mitte, ähnlich dem, was man etwa aus Hallen-Radrennen kennt. Allerdings, die Wände gehen direkt in den Boden über und bilden dadurch eine Art riesige Half-Pipe. Unsere Aufgabe: An einem einzelnen, an einer Wand der Arena hängenden Tor Punkte zu erzielen, indem wir einen Ball hindurchpfeffern. Der Clou: Damit das Tor für unser Team aktiviert wird, müssen wir zuerst in eine beliebige Richtung eine volle Runde gefahren sein.

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So simpel wie unterhaltsam

Und damit ist im Grunde alles gesagt, was man wissen muss. Die Steuerung beschränkt sich auf werfen, passen, tacklen, ausweichen und springen. Fahren wir eine Wand hoch und gehen, ebenfalls auf Knopfdruck, in die Knie, so können wir zudem ordentlich Geschwindigkeit aufbauen. Nach ein, zwei Matches hat man das Schema raus. Praktisch: Auf Knopfdruck wechseln wir von einer Über-die-Schulter-Kamera zu einer Ansicht, die uns stets zeigt, wo sich der Ball gerade auf dem Spielfeld befindet. Die Entwickler sprechen von Bestenlisten, die uns zeigen, wie wir uns im weltweiten Vergleich schlagen und Individualisierungsmöglichkeiten für unsere Sportler. Von all dem ist im aktuellen Build aber noch nichts zu sehen.

So simpel das Prinzip, so spaßig die Praxis: Gerne hätten wir noch viel länger gespielt, denn das Zusammenspiel mit den Teammitgliedern und das Austricksen der Gegner geht schnell in Fleisch und Blut über und der Unterhaltungsfaktor ist enorm. Das ist insofern beeindruckend, da der Reiz des Titels bei der der Demo vorangegangenen Präsentation so gar nicht rüberkam. Playing is believing!

Da kommt noch mehr!

Wir sind uns sicher, dass das fertige Spiel noch deutlich mehr zu bieten haben wird als das bisher Gezeigte. Aber auch im jetzigen Zustand hat Ubisoft eine richtige kleine Multiplayer-Perle an der Hand. Gut, technisch haut das Ding mit seinem Cartoon-Look niemanden vom Hocker und die ein oder andere unfertige Animation zeugt vom frühen Entwicklungsstand. Macht aber fast nix aus! Hoffen wir bloß, dass die Free2Play-Elemente dem sehr spaßigen Grundgerüst keinen Strich durch die Rechnung machen, wenn es für den PC erscheint. Umsetzungen für andere Plattformen sollen zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt werden.

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