Rise of the Tomb Raider im Test: Viele Herausforderungen, Expeditionsmodus und Fazit

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Rise of the Tomb Raider im Test: Viele Herausforderungen, Expeditionsmodus und Fazit
Quelle: Square Enix

In unserem Test zu Rise of the Tomb Raider verraten wir euch, warum das vorerst Microsoft-Konsolen-exklusive Action-Adventure trotz weniger Neuerungen ein sehr gutes Spiel geworden ist und erläutern, warum die PC-Version die Xbox-One-Fassung technisch klar überstrahlt. Viel Spaß mit diesem Review zu Rise of the Tomb Raider!

Rise of the Tomb Raider im Test: Mehr zu tun in der Spielwelt

So sehr die Story auch zu wünschen übrig lässt, zumindest haben sich die Entwickler einen anderen Kritikpunkt am Vorgängerspiel zu Herzen genommen: Es gibt endlich mehr zu tun. Die weitläufigen Areale bieten nun mehr als nur ein paar der beliebten Rätselgräber, wenn auch immer noch nicht genug, um die Spielwelt richtig interessant zu gestalten. So gibt es nun viel mehr Sammelgegenstände einzusacken und Artefakte zu erforschen, die sogar Laras Sprachkenntnis erhöhen können und somit noch mehr Geheimnisse erkunden lassen. Schade nur, dass dies für den Fortschritt in der Kampagne nicht relevant ist und euch die erlernte Sprache somit kaum etwas bringt. Außerdem dürft ihr nun einige Höhlen und Krypten erkunden, die oftmals Klettereien und kleinere Rätsel bieten. Mehr als ein Waffenteil oder EP sackt ihr dort nicht ein, stimmig wirkt das Erforschen der Gegend aber allemal.

Die Herausforderungsgräber sind fantastisch in Szene gesetzt. Selbst die Wege dorthin machen nun viel mehr Spaß. Quelle: Computec Media GmbH Die Herausforderungsgräber sind fantastisch in Szene gesetzt. Selbst die Wege dorthin machen nun viel mehr Spaß. Die zuvor angesprochenen Rätselgräber gibt es natürlich auch wieder. In Rise of the Tomb Raider sind es sogar ganze neun Stück. Unser Review-Urteil: Das ist uns immer noch zu wenig! Das liegt aber nicht nur daran, dass wir gierige Unysmpathen sind, die den Hals nicht voll kriegen können, sondern vor allem daran, dass die Gräber nun noch einmal spektakulärer ausfallen als im Vorgänger. So wird euch nicht mehr direkt auf die Nase gebunden, wo ihr die Gräber findet, sondern müsst nun selbst ein wenig die Umgebung dafür erkunden. Zudem sind nun sogar die Wege zu den Gräbern oft spektakulär inszeniert und stellen euch schon unterwegs vor ein paar Rätsel. Die Herausforderungsgräber selbst bieten gewohnte Kost. Ihr setzt eure aufgesammelten Gadgets, eure Geschicklichkeit und ein wenig Hirnschmalz ein, um die oftmals über mehrere Stufen gehenden Knobeleien zu lösen. Die Rätselqualität schwankt jedoch teilweise. Ein paar Gräber beendeten wir für den Test schneller als den Weg dorthin.

Zudem dürft ihr auch wieder allerhand Ressourcen einsammeln oder wilde Tiere erlegen, um neue Gegenstände herzustellen. Mit den richtigen Materialien könnt ihr jetzt auch Verbände anfertigen und euch mitten im Kampf heilen. Auch wenn dies aufgrund des erneut eher niedrigen Schwierigkeitsgrads nicht wirklich nötig ist. Immerhin versteift sich Rise of the Tomb Raider nicht mehr zu sehr auf einen eher aufgesetzten Survival-Ansatz.

In den Gräbern selbst gibt es gewohnte Kost. Ihr setzt eure Gadgets und euer Geschick ein, um schließlich einen wertvollen Fund zu machen. Quelle: Computec Media GmbH In den Gräbern selbst gibt es gewohnte Kost. Ihr setzt eure Gadgets und euer Geschick ein, um schließlich einen wertvollen Fund zu machen. Doch apropos aufgesetzt: Die neuen Nebenmissionen, welche euch von einigen der NPCs aufgetragen werden, wirken ein wenig gezwungen und laufen leider nach einem sehr ausgelutschten Muster ab. Mal sollt ihr ein Paar Drohnen abschießen, mal Pilze sammeln, mal ein paar Wildschweine abschießen. Anschließend rennt ihr zurück zum Questgeber und holt euch eure Belohnung ab. Da diese aber eigentlich nie besonders toll ausfällt, fühlen sich die Nebenquests eher wie Fleißaufgaben an. Es gibt zwar mehr zu tun, aber wirklich lebendiger wirkt die Spielwelt dadurch auch nicht.

Rise of the Tomb Raider im Test: Kartenspiel für Abenteurer

Der kaum gespielte Multiplayer-Modus wurde übrigens komplett gestrichen. Dafür dürft ihr euch nun im Expeditionsmodus austoben. Mit im Hauptspiel verdienten Credits kauft ihr euch dort Kartendecks, die Herausforderungen und Boni für euch oder eure Gegner freischalten. Mit den Karten könnt ihr beispielsweise einen Big-Head-Modus aktivieren, oder ihr müsst einen Levelabschnitt in einer bestimmten Zeit meistern oder nacheinander kleinere Aufgaben absolvieren, in denen ihr eine gewisse Anzahl Tiere erledigen müsst, Artefakte sammelt oder einen Feindangriff übersteht. Mehr als "nett" ist dieser Modus leider nicht. Nun werden wir nacheinander in dasselbe Missionsgebiet gesteckt, um unsere Aufgaben zu erfüllen, die uns natürlich weitere Credits für neue Kartendecks bringen. Je höher die Schwierigkeit desto mehr Credits verdient ihr dabei. Der Kampf gegen die Söldner fällt dabei noch leicht aus. Quelle: Computec Media GmbH Nun werden wir nacheinander in dasselbe Missionsgebiet gesteckt, um unsere Aufgaben zu erfüllen, die uns natürlich weitere Credits für neue Kartendecks bringen. Je höher die Schwierigkeit desto mehr Credits verdient ihr dabei. Der Kampf gegen die Söldner fällt dabei noch leicht aus.

Rise of the Tomb Raider im Test: Schönes Sibirien

Doch genug gemeckert. Nach dem Abspann mag uns zwar die Story nicht besonders lange im Gedächtnis bleiben, dafür werden wir uns auch nach dem Review wohl lange daran erinnern, wie unglaublich schön Rise of the Tomb Raider aussieht. Jedes kleine Detail an Lara ist fein texturiert, und die verschiedenen Gebiete im Spiel sehen einfach atemberaubend gut aus. Vor allem bei den Lichteffekten lässt der Titel ordentlich die Muskeln spielen. Ob die Lichtquelle nun ein Lagerfeuer, ein Knicklicht oder die zwischen kahlen Ästen hindurchbrechende Sonne ist, sie wird realistisch berechnet und sorgt für ein stimmungsvolles Ambiente.

Trotz der Prachtgrafik läuft der Titel zudem durchweg flüssig, lediglich ein kleiner Nachladeruckler fiel uns in 18 Stunden Spielzeit auf. Ganz perfekt ist die Technik auf der Xbox One jedoch nicht. So gibt es einige Clipping-Fehler und oftmals auffälliges Kantenflammern an Objekten im Hintergrund. Das ist aber Meckern auf verdammt hohem Niveau und ist bei der PC-Version kaum noch ein Thema.

Rise of the Tomb Raider im Test: Update - PC-Version getestet

Die Lichteffekte sind großartig, doch auch die detailreich designten Ruinen versetzen und immer wieder in Staunen. Quelle: Computec Media GmbH Die Lichteffekte sind großartig, doch auch die detailreich designten Ruinen versetzen und immer wieder in Staunen. Wir haben die fertige PC-Version von Rise of the Tomb Raider durchgespielt und können nur Positives berichten. Die Xbox-One- und Rechenknecht-Fassungen sind natürlich inhaltsgleich und unterscheiden sich demzufolge weder in Sachen Story noch im Gameplay. Dafür verzückt der Titel auf dem PC mit seiner starken Technik. Die Clipping-Fehler von der Konsole treten hier nur selten auf und auch die Kantenglättung ist der der Xbox-Variante natürlich haushoch überlegen. Nur an wenigen Stellen konnten wir eine ganz leichte Treppchenbildung an Objekten im Hintergrund erkennen. Das ist aber kaum auffällig, überhaupt nicht störend und gar kein Vergleich zu den flimmernden Kanten auf der Konsole.

Überhaupt wirkt die Optik in allen Belangen noch etwas feiner als auf der Xbox One. Staunten wir dort schön über die grandiosen Lichteffekte, klappte uns beim Spielen der PC-Version wirklich öfters die Kinnlade runter. Diese optisch brillante Inszenierung frisst aber natürlich auch einiges an Performance. So kam es in den höchsten Grafik-Einstellungen auch schon mal vor, dass die Framerate in wenigen Szenen zwischen 30 und 60 Bildern pro Sekunde schwankte. Unter 30 Bilder fiel die Bildwiederholrate allerdings nie.

Eis hat nie besser ausgesehen. Noch schöner: die Kraxelei darauf lässt sich auch mit Maus und Tastatur gut steuern. Quelle: Computec Media GmbH Eis hat nie besser ausgesehen. Noch schöner: die Kraxelei darauf lässt sich auch mit Maus und Tastatur gut steuern. In technischer Hinsicht ist Rise of the Tomb Raider auf dem PC eine ganz runde Sache. Man merkt, dass sich bei der Programmierung wirklich Mühe gegeben wurde. Und auch bei der Steuerung ist richtig Arbeit in den Titel geflossen. Das komplette Abenteuer lässt sich problemlos und richtig gut mit Maus und Tastatur spielen. Während die Bedienung mit Maus und Tastatur vor allem beim Zielen in den Kämpfen punktet, ist die Steuerung per Gamepad bei Laras Bewegungen ein wenig präziser. Hier kommt es also ganz auf eure jeweilige Vorliebe an. Kollege Peter schwört beispielsweise auf die klassische PC-Steuerung, der Schreiber dieses Artikels greift hingegen lieber zum Gamepad.

Zudem ist erwähnenswert, dass Rise of the Tomb Raider bemerkenswert bugfrei läuft. In der kompletten Spielzeit sind uns tatsächlich nur zwei kleinere Fehler aufgefallen. Einmal lief ein NPC auf der Stelle und einmal konnten wir nach einer abgeschlossenen Nebenmission nicht mehr mit Objekten interagieren. Letzteres ließ sich mit einem Neuladen des Spielstandes beheben, den NPC hingegen versetzten wir wieder in Trab als wir ihn ansprangen. Wir sind uns recht sicher, dass diese Kleinigkeiten zeitnah gepatcht werden. Abstürze hatten wir in etwa 18 Stunden Spielzeit keinen einzigen. Insgesamt lässt sich sagen, dass wir die PC-Version von Rise of the Tomb Raider guten Gewissens empfehlen können. Der Titel bietet dasselbe tolle Gameplay wie auf der Konsole, die gleiche lahme Story und überzeugt mit seiner noch mal schöneren Grafik.

Rise of the Tomb Raider: Fazit und Wertung

Meinung

Wertung zu Rise of the Tomb Raider (PC)

Wertung:

9.0 /10

Wertung zu Rise of the Tomb Raider (XBO)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
gewohnt spaßiges Gameplaytolle Rätselgräberlogische Rätselwunderschöne Grafikgeniale Lichteffektegute Aufteilung der verschiedenen Spielelemente
lahme Story, blasse Charakterekaum Neuerungen, viel Recyclingaufgesetzt wirkende NebenbeschäftigungenKantenflimmern
Fazit

Ein gelungenes Action-Adventure, das allerdings zu keiner Zeit zu überraschen vermag.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Rise of the Tomb Raider im Test: Gameplay optimiert, Story eher mau
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