Resident Evil: Revelations 2 im Test - Schwierigkeitsgrad und Raid-Modus + Fazit
Test
Die im Spieletitel angedeutete Offenbarung: Capcom kann Story! Warum Fans von guten Geschichten und motivierenden Hack&Slays gleichermaßen einen Kauf von Resident Evil: Revelations 2 in Erwähung ziehen sollte, verraten wir euch im Test inklusive Video-Review! Jetzt im Update mit Erkenntnissen aus allen vier Episoden.
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Capcom setzt auf einen linearen Spielverlauf, der kaum etwas mit dem weitläufigen Herrenhaus aus dem ursprünglichen Resident Evil gemein hat. Dennoch gibt es Raum zum Erkunden abseits des Hauptpfades. So lassen sich unzählige Edelsteine finden und Marken zerschießen. Dafür hagelt es Belohnungspunkte, die ihr gegen neue Spielmodi für einen weiteren Anlauf sowie Kostüme und Fähigkeiten-Upgrades für alle vier Spielfiguren eintauscht. Nebenbei findet ihr auch noch Waffenteile, mit denen ihr wie in Teil 1 nach und nach eure Bleispritzen aufwertet.
Leicht, mittel, schwer
Der Schwierigkeitsgrad lässt sich in drei Stufen einstellen, das beeinflusst die Häufigkeit von Items ebenso wie das Gegneraufkommen. Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad mussten wir gut mit unseren Ressourcen haushalten. Durch intelligentes Vorgehen lässt sich ab und zu mittels Stealth-Kills Munition sparen.
Quelle: PC Games
Die Kampagne glänzt mit einigen spannenden Situationen. Ab und zu müsst ihr sogar unter Zeitdruck agieren.
Die direkte Gamepad-Steuerung erlaubt euch volle Kontrolle, ihr könnt Angriffen ausweichen, beim Zielen laufen und euch auf dem Absatz umdrehen. Die Maus-Tastatur-Variante ist zwar frei konfigurierbar, hat aber mit kleinen Macken zu kämpfen. So fallen die Lenkbewegungen beim Rennen arg abrupt aus und die Kamerasteuerung fühlt sich nicht so flüssig an wie mit dem Analogstick. Zudem wirkt es aufgesetzt, Aktionen wie Aufheben und Türen öffnen auf zwei unterschiedliche Tasten zu legen. Dafür fällt uns das Zielen mit der Maus weitaus leichter als an der Konsole.
Quelle: PC Games
Natalia kann mit Ziegelsteinen werfen, um Gegner zu betäuben. Außerdem spürt sie nahe Feinde durch Wände hindurch.
So sind auch Kopftreffer ein Klacks, bei denen es jedoch nur verhalten spratzt: Revelations 2 ist schon ab 16 Jahren freigegeben, was es zu den Softies unter den Survival-Horror-Spielen macht. Das Treffer-Feedback wirkt dadurch auch nicht ganz so wuchtig und befriedigend wie etwa in der Dead Space-Serie. Trotzdem machen die Gefechte ordentlich Laune, besonders die fein inszenierten Bosskämpfe haben uns ins Schwitzen gebracht.
Du, wir müssen raiden
Quelle: PC Games
Daily Quests und die sehr motivierende Hatz nach Stufenaufstiegen und besserer Ausrüstung locken uns immer wieder zurück in den Raid-Modus.
Nach Abschluss der Kampagne und zweier kurzer Mini-Episoden mit Moira und Natalia in der Hauptrolle lockt der Raid-Modus. Diesen hat Capcom im Vergleich zum Vorgänger konsequent ausgebaut. Mit einer beliebigen Spielfigur bewältigt ihr weit über 100 Kurzeinsätze. Dafür werden Karten aus beiden Revelations-Teilen sowie Resident Evil 6 wiederverwertet. Macht aber nichts, weil die oft nur wenige Minuten dauernden Ballereien so unglaublich spaßig ausfallen. Der Vergleich mit Diablo 3 liegt nahe, auch im Raid-Modus gibt es Zufallsbelohnungen, die wir im Hauptquartier identifizieren, sowie Gegner mit Elementarschaden, speziellen Resistenzen oder Schutzschilden. Das alles wirkt im ersten Moment etwas albern, beschäftigt aber locker zehn weitere Spielstunden, bevor man sich daran sattgespielt hat.
Quelle: PC Games
Im Raid-Modus besitzen alle Feinde einen Level und bei Treffern steigen Schadenszahlen auf wie in Borderlands 2.
Wie bei einem Online-Rollenspiel gibt es neben den mit verdienten Abzeichen freigeschalteten Missionen sogenannte Daily Quests, die jeden Tag bergeweise Erfahrungspunkte und Gold liefern. Durch den XP-Zuschuss steigt ihr bis Stufe 99 auf, schaltet neue Fähigkeiten frei und vererbt Talente an andere Charaktere. Die Gier nach immer besserer Beute und höheren Level-Weihen übt eine gewaltige Faszination aus, obwohl der eigentliche Spielablauf banal ist. Obacht: Ein Ingame-Shop bietet gegen den Einsatz von echtem Geld gewisse Vorteile. Gebraucht haben wir die im Test aber nicht einmal.
Wer auch in Diablo 3 oder Borderlands 2 gerne mal zwischendurch einen Dungeon leerräumt, für den dürfte der kurzweilige Raid-Modus von Revelations 2 einen echten Kaufgrund darstellen. Für alle anderen ist er eine prima Dreingabe zu einem tollen Gesamtpaket.
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Ab dem 17. März 2015 gibt es alle vier Episoden von Resident Evil: Revelations 2 einzeln oder im Paket als Download für rund 25 Euro zu kaufen, auf PC, Playstation 4, Xbox One, Playstation 3 und Xbox 360. Am 20. März folgt eine 45 Euro teure Disc-Fassung. Am PC setzen beide Fassungen ein Steam-Konto und eine Online-Aktivierung voraus.
