Den Begründer der Horror-Adventures gibt es jetzt auch für die Hosentasche.
Die DS-Version bietet sogar einen kleinen, neuen Abschnitt.
Endlich! Die beliebte Horrorserie Resident Evil erscheint auf dem DS! Während einige - vor allem jüngere - Spieler vor Entzückung aufschreien, werden Kenner der Serie wohl eher gelangweilt gähnen. Denn bei Resident Evil Deadly Silence handelt es sich um ein Remake des ersten Resident Evil-Abenteuers von der PSone, das GameCube-Besitzer bereits in einer grafisch wesentlich spektakuläreren Fassung spielen konnten.
Spielerisch gibt es nur geringe Unterschiede zum Original: Zwar integrierten die Entwickler zahlreiche neue Rätsel sowie Knife-Battles (das Spiel schaltet kurz in eine Ego-Ansicht um, in der ihr Gegner via Touchscreen attackieren könnt) und sogar das Mikrofon kommt gelegentlich zum Einsatz, dennoch spielt sich Resident Evil DS wie der PSone-Teil.
Aus vorgegebenen Kamerawinkeln gruselt ihr euch mit Jill Valentine oder Chris Redfield, beide Mitglied der S.T.A.R.S.-Spezialeinheit, durch ein geheimnisvolles Herrenhaus. Auf der Suche nach euren vermissten Kameraden werdet ihr selbst zu Gejagten, immer auf der Flucht vor halb verfaulten Zombies und tollwütigen Hunden.
Ungekürzt
Die neuen Rätsel machen besonderen Touchscreen-Gebrauch.
Haben wir uns in der ver-gangenen Ausgabe bereits durch die japanische Version des DS-Horror-Adventures ge-gruselt, nehmen wir in dieser N-ZONE die deutsche Fassung unter die Lupe. Und wir können Entwarnung geben: Resident Evil DS hat von der USK eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten und gleicht der japanischen Fassung bis ins Detail.
Das Spiel präsentiert sich ungekürzt und mit deutschen Texten. Resident Evil DS bietet dieselbe englische Sprachausgabe wie das Ori-ginal-Resident Evil-Abenteuer. Vom technischen Standpunkt ist allein das schon beeindruckend. Denn kein DS-Titel bot bislang dermaßen viel Sprachausgabe. Hinzu kommen noch sämtliche Videosequenzen, die im Original-PSone-Spiel enthalten waren. Ebenfalls integriert wurden aber auch dieselben Schwächen wie beim Original.
Die Steuerung ist nicht mehr zeitgemäß und durch die vorgegebenen Kamerawinkel gibt es gelegentlich Feinde, die man beim Kamerawechsel nicht rechtzeitig erkennt. Das Inventar-System ist zu klein und es ist einfach umständlich, Gegenstände immer in Kisten ablegen zu müssen.
Frustrierend ist auch das Speichersystem, das nur mittels einer limitierten Anzahl von Farbbändern an bestimmten Stellen im Spiel das Speichern ermöglicht. Nichtsdestotrotz kommt auch auf dem DS eine tolle Gruselatmosphäre auf. Wer das Original noch nicht kennt, kann zugreifen.
