Ready or Not: Riesiger Erfolg trotz Review-Bombing: Gescholtener Shooter erreicht beeindruckenden Meilenstein

News Marian Waworka Stefan Wilhelm
Ready or Not: Riesiger Erfolg trotz Review-Bombing: Gescholtener Shooter erreicht beeindruckenden Meilenstein
Quelle: VOID Interactive

Fans waren von einigen Entscheidungen der Entwickler nicht begeistert und ließen sie das spüren. Dennoch verkaufte sich Ready or Not bereits über 13 Millionen Mal, unter anderem dank dem Konsolen-Release.

Ready or Not ist ein Koop-PvE-Shooter, der die Spieler in die Rolle eines Polizei-Einsatzkommandos versetzt. Wie bereits in älteren Rainbow-Six-Spielen können das Arsenal sowie die Ausrüstung dafür angepasst werden. So kann man sich bestens vorbereiten und durch von Gangstern und Ganoven besetzte Wohnungskomplexe, Fabrikanlagen und so weiter manövrieren.

Viele Fans von ähnlichen Spielen, wie zum Beispiel der SWAT-Reihe, nahmen das Spiel mit offenen Armen an. Kleinere Fehler oder die im Vergleich eher spärliche Auswahl an Ausrüstung und Waffenvariation wurden so hingenommen. Kaum einer verlor ein schlechtes Wort über das Spiel.

Ready or Not gilt bei Genre-Fans als einer der Koop-Shooter mit dem detailliertesten Level-Design. Quelle: VOID Interactive Ready or Not gilt bei Genre-Fans als einer der Koop-Shooter mit dem detailliertesten Level-Design.

Und woher nun die ganzen schlechten Rezensionen bei Steam?

So weit, so gut für das kleine bis mittelgroße Studio aus Irland, das zwar einige Veteranen im Team hat, allerdings mit Ready or Not sein erstes Spiel in dieser Zusammensetzung veröffentlichte. Aber dann lies etwas die Fans des Taktik-Shooters aufhorchen: Der Entwickler und Publisher VOID Interactive kündigte einige Änderungen an.

Nach dem großen Erfolg des Spiels auf dem PC strebten sie auch einen Release für die Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series X und S an. Doch dafür mussten einige Passagen des Spiels verändert werden. Crossplay sollte möglich sein und so mussten auch die PC-Spieler mit diesen Änderungen leben.

Was wurde für den Konsolen-Release von Ready or Not verändert?

Zunächst waren einige Zensuren angekündigt, um mit der Inhaltseinstufung der Konsolen zurechtzukommen. Grobe Gewalt, wie das Abtrennen von einzelnen Körperteilen nach dem Tod, wurde entfernt. Aber auch das Thema Nacktheit wurde nun etwas vorsichtiger behandelt - so tragen die Opfer in einer Mission, die sich mit Menschenhandel beschäftigt, nun etwa Unterwäsche, statt ganz nackt dargestellt zu werden.

Einige Fans waren gar nicht einverstanden mit den Änderungen und äußerten dies in schlechten Rezensionen, beispielsweise auf Steam. VOID Interactive geht davon aus, dass Gerüchte über schlechtere Performance und schwächere Texturen nach dem Update das Review-Bombing noch weiter angeheizt haben.

Doch der Sturm des Unmuts, der im Juli begann, hat sich mittlerweile wieder etwas gelegt. Am 15. des Monats wurden die Konsolen-Ports offiziell released und die PC-Version litt darunter weniger als befürchtet. Die Gerüchte über Grafik-Einbußen entsprangen offenbar einem Bug. Einige Spieler berichten zwar weiterhin davon, aber der Fehler sollte laut Patchnotes vom 7. August nicht weiter vorkommen.

Heute feiert Ready or Not seine 13 Millionen Verkäufe. Davon über drei Millionen Verkäufe durch die Konsolen, und das in zwei Monaten. So war es, trotz des Review-Bombings, für das Studio finanziell gesehen die richtige Entscheidung. Der bessere Ort, um diese Kritik zu äußern, ist vielleicht eher bei den Konsolenherstellern, die diese Abänderung überhaupt erst fordern. VOID Interactive dagegen hält sich nur an die Spielregeln.

Quelle: PCGamesN

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