Beim Absprung muss man auf die Windverhältnisse achten.
Es gibt Spiele, von denen erwartet man sich schon gar nichts, wenn man nur den Titel hört. RTL Skispringen ist sicherlich so ein Kandidat. Das klingt erstens so, als wolle ein Fernsehsender da möglichst schnell die teuren Lizenzrechte refinanzieren. Und zweitens stellt sich die Frage, ob Skispringen ein ganzes PS2-Spiel tragen kann. Überraschenderweise ist ein einigermaßen ordentliches Spiel dabei herausgekommen. Man hat fast nie den Eindruck, dass mit möglichst wenig Investition möglichst viel Geld rausgeholt werden sollte. Grafisch ist das Spiel anständig, die fiktiven Springer sehen sich zwar ähnlich, sind aber recht lebendig animiert. Und die Umgebungen wirken nie langweilig, obwohl sie natürlich großteils in Weiß gehalten sind. Spielerisch erfordert das Skispringen einige Übung, danach geht es aber gut von der Hand. Die Steuerung ist zwar recht unkompliziert, aber vor allem das richtige Timing beim Absprung will gelernt sein. Ansonsten muss man die Balance in der Luft halten, rechtzeitig die Beine spreizen und darf den Telemark nicht zu früh ansetzen. Das ist schon ganz nett, doch war es das auch schon. Insgesamt gibt es drei Spielmodi: Arcade, Training und Karriere. Bei allen rast man nur eine Sprungschanze herunter. Im Karrieremodus darf man auch Training, Sponsorensuche usw. nicht vernachlässigen, wodurch der Springer sich langsam verbessert und in die Weltspitze vorstößt. Von richtiger Spieltiefe kann man aber trotzdem nicht reden. Da hilft auch das Wer wird Millionär?-artige Quiz nicht unbedingt weiter.
Bildergalerie: RTL Skispringen
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