R: Racing Evolution

Test

Das Driftverhalten der Rallye-Autos ist alles andere als gelungen: Die Drifts sind viel zu schwer. Das Driftverhalten der Rallye-Autos ist alles andere als gelungen: Die Drifts sind viel zu schwer. Motorsport ist nur was für Männer? Von wegen! Bei Namcos neuestem Rennspiel steht eine Frau im Mittelpunkt. Die zierliche und blitzschnelle Krankenwagenfahrerin Rena Hayami wird von einem verzweifelten Teamchef rekrutiert und fährt nun das Rennen ihres Lebens. Im Story-Modus von R: Racing Evolution nehmen Sie anschließend an fest vorgeschriebenen Rennen teil. Zwischen den Rennen werden regelmäßig kurze Renderfilmchen abgespielt, in denen die an sich simple und geradlinige Story weitererzählt wird (englische Sprachausgabe, japanische Untertitel). Außerdem erhalten Sie nach den Rennen Race-Points, mit denen Sie später neue Autos, Strecken, Herausforderungen und sonstige Bonusfeatures freischalten können.

Rennsport mal drei
Insgesamt gibt es bei R: Racing Evolution drei verschiedene Arten von Motorsport: normale Rennsportaktion auf abgesteckten Rennstrecken, Rallye-Fahrten auf losem Untergrund und Dragster-Rennen über eine Viertelmeile. Letztere kommen im Story-Modus nur selten vor, sind spielerisch sehr simpel und fordern lediglich eine gute Reaktion beim Start. Die Rallye-Parts haben schon eine größere Bedeutung im Spiel. Leider sind sie aber aufgrund des unausgewogenen Fahrverhaltens nicht sonderlich gut geworden. Die Autos driften nicht nachvollziehbar über die Schotterstrecken und prallen regelmäßig in die Banden. Da es bei R: Racing Evolution aber kein Schadensmodell gibt und das Kollisionsverhalten der Autos ebenfalls unrealistisch ist, wird ein sauberer Fahrstil sowieso nicht vorausgesetzt. Bleiben noch die "normalen" Rennen. Hier duellieren Sie sich mit fünf Kontrahenten auf den verschiedenen Kursen - darunter auch bekannte Strecken wie zum Beispiel Monaco oder Suzuka.

Stressbewältigung
Auch hier ist das größte Problem des Titels das Fahrverhalten der Autos. Es ist weder sehr realistisch wie bei einer Simulation (z. B. PGR 2) noch wirklich abgedreht wie bei einem reinrassigen Arcade-Racer (z. B. Burnout 2), sondern ein uninspirierter Mischmasch aus beidem. Zusammen mit der geringen Spielgeschwindigkeit entsteht ein rela-tiv langweiliges Spielerlebnis, das durch die wenig fordernde KI der Gegner nicht gerade spannender wird. Eine ganz nette Idee ist unterdessen die Stressanzeige, die über den Fahrzeugen der Widersacher erscheint, wenn Sie sich ihnen nähern. Füllt sich der Balken ganz auf, steht der gegnerische Fahrer unter so großem Druck, dass er in der nächsten Kurve mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Fehler macht und Sie ganz entspannt an ihm vorbeiziehen können.

Flimmeroptik
Leider leistet sich der Titel auch bei der Grafik einige grobe Schnitzer, die man von einem Namco-Rennspiel eigentlich nicht erwartet hätte. So stört vor allem die sehr unsaubere Grafik das Spielerauge. Wegen des fehlenden Full-Screen-Anti-Aliasings kämpft der Titel mit dem unbeliebten Kantenflimmern. Außerdem flackert die Optik von R: Racing Evolution wie kaum ein anderes Xbox-Rennspiel. Man fühlt sich geradezu an die erste Generation der PlayStation-2-Spiele erinnert, so unsauber wirkt das Bild! Zumindest sehen die Automodelle dank hübscher Spiegelungseffekte gut aus und die Framerate ist bei 60 Bildern pro Sekunde absolut konstant. Beim Sound haben die Programmierer dagegen alles richtig gemacht: Die Motorensounds klingen sehr satt und die ständigen Funksprüche (alle in Englisch) sorgen für gute Rennatmosphäre. Auch die treibenden Technobeats sind sehr passend und heizen die Rennen ordentlich an.

Bildergalerie

Wertung zu R: Racing Evolution (XB)

Wertung:

72 /10

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