Auch im Zweispieler-Modus könnt ihr aus der Kurve fliegen.
Namco, bekannt durch Ridge Racer, schickt mit R: Racing ein weiteres Spiel ins Rennen um die Genrekrone. Im Hauptmenü stehen die üblichen Spielmodi wie Rennkarriere, Challenge, Arcade, Zeitfahren und Versus zur Verfügung. Während sich der Arcade-Mode hervorragend für ein kurzes Rennen eignet, verspricht der Einstieg in die Rennkarriere besondere Spannung. In 14 Kapiteln wird hier die Geschichte der hübschen Rennfahrerin Rena erzählt. Während diese anfangs noch Trainingsrunden absolvieren muss, darf sie im weiteren Verlauf ganze Meisterschaften bestreiten. Schon in der ersten Runde fällt die arcadeähnliche Steuerung des Spiels angenehm auf. Schnell gelingen auch Neueinsteigern punktgenaue Bremsmanöver und spektakuläre Slides.
Nur nicht nervös werden
In den meisten Rennen fahrt ihr gegen fünf Fahrer, die ihr schnell hinter euch lassen solltet. Um euch Überholmanöver zu erleichtern, glänzt R: Racing mit einem wichtigen Feature, welches es von anderen Spielen unterscheidet. Gegner können gezielt unter Druck gesetzt werden, indem ihr euch in ihren Windschatten hängt. Je länger ihr euren Vordermann bedrängt, desto nervöser wird er. Dies erkennt ihr an einem kleinen Balken. Ist dieser rot gefüllt, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Gegner einen Fehler macht. Während der Rennen haltet ihr Funkkontakt zur Box und euren Rivalen, was meist keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber gut zur Rennatmosphäre passt.Nach jedem Rennen erhaltet
ihr Racing Points, mit denen weitere 90 Wagen und 150 neue Aufgaben gekauft werden können. Gute Platzierungen, gekonnte Drifts, eine optimale Kurvenlage und ein vorbildliches Bremstiming treiben euer Punktekonto weiter nach oben.
Aber die Präsentation ...
R: Racing wäre also eigentlich ein gutes Spiel, aber leider gibt es auch gravierende Kritikpunkte. Die Grafik läuft zwar durchgehend sehr flüssig und die Texturen sind nett gestaltet, aber von idyllischen Landschaften, animierten Zuschauern und liebevollen Details, die den heutigen Standard in Rennspielen markieren, ist Namco weit entfernt. Die geringe Streckenanzahl von lediglich elf Kursen und das nicht vorhandene Schadensmodell dämpfen den Spielspaß weiter. Trotz dieser Mängel hat R: Racing seine Stärken und es macht immer wieder Freude, mit Rena eine Runde über den Asphalt zu düsen.
