Puyo Puyo Champions: Kann es mit Tetris mithalten? - Test des Sega-Puzzlespiels

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Puyo Puyo Champions: Kann es mit Tetris mithalten? - Test des Sega-Puzzlespiels
Quelle: Sega

Was dem einen sein Tetris, ist dem anderen sein Puyo Puyo: Bereits seit 1991 existiert die Serie der Duell-basierten Puzzlespiele. Mit Puyo Puyo Champions konzentriert sich Sega auf die Multiplayer-Stärken des Spiels und verzichtet zugunsten dessen auf wirklich Neuerungen. Spannendes Konzept oder langweilig? Das klären wir im Test!

Es ist schwer möglich, über Puyo Puyo zu sprechen, ohne Tetris zu erwähnen. Die Spiele ähneln sich nämlich in ihren Grundprinzipien sehr, zudem ist das russische Klötzchenspiel fast jedem bekannt, zumindest aber nahezu jedem Gamer. Puyo Puyo lässt sicher daher kaum besser beschreiben als im Vergleich mit Tetris. Kein Wunder daher auch, dass 2014 sogar ein Crossover beider Serien namens Puyo Puyo Tetris erschien, in dem die Welten von Puyo Puyo und Tetris miteinander verschmelzen. Ein entscheidender Unterschied jedoch liegt darin, dass Puyo Puyo stets ein Spiel gegen einen Gegner ist, im Gegensatz zu Tetris, das solchen Ablegern wie Tetris 99 zum Trotz in erster Linie ein Spiel gegen sich selbst und die endlose Reihe verschiedener Klötzchen ist. Auf dieser Grundlage baut Puyo Puyo Champions (jetzt kaufen 8,99 € ) auf, denn das nur rund zehn Euro teure Game stellt den Multiplayer in den Fokus - sowohl lokal an einer Konsole als auch online gegen Mitspieler auf der ganzen Welt.

Tetris, nur ganz anders

Weil Puyo Puyo Champions eine Art Multiplayer-Best-Of darstellt, gibt es im Grunde keine wirklich neuen Inhalte oder Ideen. Das ist zu verkraften, weil das Game dafür zum schmalen Preis ein spaßiges Paket für Mehrspieler-Fans schnürt. Ihr könnt, wie von der Serie gewohnt, jede Menge Regeln selbst festlegen und aus über 20 verschiedenen Spielfiguren mit jeweils spezifischen Stärken wählen. Die inhaltliche Basis bilden dabei die beiden Puyo-Klassiker Puyo Puyo 2 von 1994 sowie Puyo Puyo Fever von 2003. Heißt: Wie auch bei Tetris gibt euch das Spiel unentwegt neue Puyos in verschiedenen Farben (und teils auch Formen) vor, die langsam von oben nach unten fallen. Diese ordnet ihr in sinnvoller Weise an, sodass sie sich nicht bis zum oberen Ende des Spielfelds stapeln. Bilden mindestens vier Puyos der gleichen Farbe eine Reihe, verschwinden sie. Auf diese Weise haltet ihr euer eigenes Spielfeld sauber und überhäuft zugleich euren Widersacher mit grauen Puyos, welche die Kettenbildung unterbrechen und erst einmal durch zerplatzende Ketten in der Nähe wieder entfernt werden müssen. Gewonnen hat, wer zuletzt verliert. Oder anders gesagt: Stapeln sich die Puyos bis an den oberen Rand, verliert der jeweilige Spieler. Wie bei Tetris eben.

Vom Startbildschirm des Spiels aus könnt ihr euch wahlweise in eine schnelle Runde Puyo Puyo 2 oder Puyo Puyo Fever stürzen, bei der ihr keinerlei Regeln oder Figuren selbst festgelegt und euch gegen einen KI-Gegner beweisen müsst. In erster Linie also eine schnelle Runde für zwischendurch. Im Hauptmenü habt ihr mehr Auswahl. Auch hier besteht die Möglichkeit, alleine gegen computergesteuerte Widersacher ins Duell zu ziehen, nun legt ihr aber im Detail die Regeln wie Rundenzahl, Handycap und mehr fest. Beim lokalen Multiplayer erwartet euch das gleiche, nur eben mit maximal vier menschlichen Spielern vor der gleichen Konsole.
Schafft ihr es, länger durchzuhalten als euer Widersacher, dann gewinnt ihr das Match. Dazu sind schnelle Reaktion und kluges Kombinieren nötig. Quelle: PC Games Schafft ihr es, länger durchzuhalten als euer Widersacher, dann gewinnt ihr das Match. Dazu sind schnelle Reaktion und kluges Kombinieren nötig.

Online herrscht die Leere

Der Online-Modus bietet alle Singleplayer- sowie lokaler-Multiplayer-Möglichkeiten auch im Netz gegen Puyo-Puyo-Champions-Spieler auf der ganzen Welt. Neben dem freien Spiel mit nach eigenen Vorlieben gewählten Regeln beweist ihr euch hier in der Puyo-Puyo-Liga, ladet die Aufzeichnungen eurer eigenen Matches hoch und teilt sie oder bewundert die Duelle anderer Spieler. Zumindest im Prinzip, denn der Online-Modus hat ein gewaltiges Problem: Es herrscht leider gähnende Leere. So war es uns beispielsweise nicht möglich, während des Testzeitraums, wohlgemerkt nach dem öffentlichen Release des Games, nachmittags auch nur einen einzigen Online-Spieler in der Liga zu finden. Hinsichtlich Online-Matches solltet ihr euch daher eher auf das Erstellen eigener Räume und Spielen mit euren Freunden verlassen als auf fremde Gamer. Den eigentlichen Spielspaß mindert das aber nicht, es sei denn, ihr seid explizit scharf auf Online-Ränge, -Turniere und Co. Ist dies der Fall, überlegt euch den Kauf des Spiels lieber zweimal.

Spielspaß-Quickie

Alles sauber läuft bei Puyo Puyo Champions dafür auf der technischen Seite. Das Spiel schaut hübsch aus, die Grafik ist knackig, die Bildwiederholrate hoch und konstant, die Musik sicher nicht für jeden Geschmack gemacht, aber sie passt zum Spiel. Das lässt sich wohl am besten als bunt, laut und sehr japanisch beziehungsweise asiatisch bezeichnen. Die Steuerung lässt keine Wünsche offen, denn sie ist super simpel und präzise. Scheitert ihr bei Puyo Puyo Champions, dann wirklich aufgrund fehlender Skills. Diese müsst ihr entweder mitbringen oder euch schnell aneignen, sonst wird es durchaus frustrierend, denn schon die computergesteuerten Gegner sind ziemlich anspruchsvoll, von wirklich guten Turnier-Spielern online ganz zu schweigen. Also, solltet ihr mal einen antreffen.

Meinung

Wertung zu Puyo Puyo Champions (PS4)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Puyo Puyo Champions (PC)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Puyo Puyo Champions (NSW)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Puyo Puyo Champions (XBO)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Puyo Puyo macht einfach Spaß!Einstiegs ins Spiel gelingt flottViele AuswahlmöglichkeitenToll für eine schnelle RundeTechnisch einwandfrei und hübsch
Online kaum SpielerHoher Anspruch teils frustrierendKeine Neuerungen
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