Der Vorgänger ließ bereits erahnen, was mit einer 360 technisch machbar ist - PGR 4 hingegen zeigt, zu welchen grafischen Höchstleistungen die Konsole in der Lage ist. Auch wenn das Spiel nur mit 30 - immerhin stets flüssigen- Bildern pro Sekunde läuft, stimmt das Geschwindigkeitsgefühl. 350 Sachen sind somit nicht nur eine nette Geschwindigkeit auf dem Tacho - sie fühlen sich auch verdammt schnell an! Die Umgebungen und Fahrzeuge strotzen wieder nur so vor Details - besonders die Cockpitansicht inklusive Regentropfen und Schneeflocken auf der Scheibe sind absolut beeindruckend in Szene gesetzt. Akustisch setzt sich die Technik-Orgie fort: die Fahrzeuge klingen sehr satt und ultrarealistisch - Autonarren dürfen sich auf eine Gänsehaut einstellen, wenn sie in der Egoperspektive der röhrenden Auspuffanlage des Vordermanns nahe kommen. Aber nicht nur die Effekte, sondern auch die musikalische Untermalung des Titels ist vom Feinsten, wofür die abwechslungsreichen Genres der Radiosender Ihres Boliden und eine Reihe erstklassiger Interpreten wie Prodigy, Disturbed oder Kaiserchiefs sorgen.
Die Rennspielgemeinde hat also einen weiteren Hochkaräter zur Auswahl, der weniger als direkte Konkurrenz zum Genreprimus Forza gesehen sollte, als vielmehr als noch ein Titel, der in der Sammlung eines jeden Racing-Fans vorhanden sein muss. Wenn es einfach darum geht, sich in geilen Gefährten auf die Schnelle unkompliziert auszutoben, ohne im Vorfeld groß am Setup des Wagens basteln zu müssen, ist PGR4 im Moment einfach das Nonplusultra.
