Die oben erwähnte Kette hat aber nicht nur destruktive Eigenschaften, sie ermöglicht es dem dunklen Prinzen auch, akrobatische Tricks auszuführen. Auch die Speed Kills funktionieren etwas anders: Hier ist ist schnelles Hämmern auf die Dreiecktaste gefragt. Die Rückverwandlung in den hellen Prinzen erfolgt dann durch den Kontakt mit Wasser - natürlich keinesfalls zufällig, sondern ebenfalls an festgelegten Stellen im Laufe des sehr linearen Abenteuers.
Auf Sand gebaut?
Natürlich spielt der vielseitige Sand der Zeit auch im dritten Teil der Serie eine wichtige Rolle. Im Laufe des Abenteuers lernt der Prinz neben dem bekannten Zurückdrehen der Zeit weitere wertvolle Tricks, um die immer anspruchsvoller werdenden Herausforderungen bestehen zu können. Extrem nützlich beim Umgehen von Fallen ist der Zeitlupenmodus, ohne den viele spätere Aufgaben praktisch unlösbar sind.
Nur in Kämpfen finden die Sandwinde und der Sandsturm Anwendung, mit denen mehrere Gegner auf einmal lahm gelegt werden können. Wie oft man den Zeitsand verwenden kann, hängt von der Anzahl der verfügbaren Sandbehälter ab, die man sich natürlich auch erspielen muss. Wie schon erwähnt, empfiehlt es sich, die Sandtanks immer gut gefüllt zu halten.
Man weiß ja nie, wann die nächste harte Geschicklichkeitspassage oder der nächste Bosskampf kommt. Prinzipiell lassen sich Frustmomente weitestgehend vermeiden, zumal Speicher- und Rücksetzpunkte in der Regel gut gesetzt sind und es nur wenig nervige Trial&Error-Passagen gibt. Lediglich der eine oder andere Bosskampf wird selbst bei erfahrenen Spielern schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad für ein paar graue Haare sorgen.
Gute Technik mit kleinen Fehlern
Den Entwicklern ist es gut gelungen, bei der wiederum hervorragend inszenierten Action-Orgie für eine weitgehend flüssige Darstellung zu sorgen. Und auch etwaige Slowdowns wirken sich aber glücklicherweise nicht negativ auf die Game-play-Gesamterfahrung aus. Ein Lob haben sich Level-Designer und -Gestalter verdient. Das sagenhafte Babylon mitsamt Turm und Hängenden Gärten sieht so aus, wie man es sich vorstellen würde.
Etwas Feinschliff hätten hingegen die Charaktermodelle noch verdient. Das Niveau des ersten Teils wird wie schon bei Warrior Within nicht ganz erreicht. Dafür sind die Animationen, vor allem die des Prinzen, richtig gut und flüssig. Die Effekte (z. B. bei Anwendung der Zeitkräfte) sehen ebenfalls durchweg gelungen aus.
Gab es im Vorgänger noch guten, harten Metal als Untermalung, ist die Musik in T2T nun wieder ein wenig tradi-tioneller, orchestraler und nicht mehr ganz so aggressiv. Eine durchgehende Musik-begleitung gibt es übrigens nicht, lediglich in Kämpfen gibt"s ordentlich was auf die Ohren. Was die Sprachausgabe angeht, wurde wiederum David Nathan (die deutsche Stimme von Johnny Depp) für die Rolle des Prinzen verpflichtet.
