gamescom-Vorschau zu Predator: Hunting Grounds - Alle gegen einen

Special David Benke
gamescom-Vorschau zu Predator: Hunting Grounds - Alle gegen einen
Quelle: Illfonic / Sony Interactive Entertainment

Mit Freitag der 13. feierte das Indie-Studio Illfonic 2017 einen Überraschungserfolg. Nun wollen die US-Entwickler direkt den nächsten Hit folgen lassen. Dafür ersetzen sie Serienkiller Jason Voorhees mit dem blutrünstigen Predator und Teenager mit knallharten Elitesoldaten. Das Ergebnis: Das PS4-exklusive Predator: Hunting Grounds, das wir auf der gamescom 2019 anspielen durften.

Wie auch das letzte Spiel von Illfonic fällt Predator: Hunting Grounds (jetzt kaufen 37,95 € ) in die Kategorie der asymmetrischen Multiplayer-Titel. Das heißt: Ihr tretet mit einer Gruppe aus vier Spielern gegen einen fünften Teilnehmer der Sitzung an, der den Predator steuert. Dabei übernehmt ihr allerdings nicht die Kontrolle über Schwarzenegger und Co, sondern über einen von insgesamt vier Elitesoldaten. Die gehören alle unterschiedlichen Klassen an. In unserer Demo waren das etwa der Assault, der Scout, der Sharpshooter und der sogenannte CQB - die sich jeweils durch eine individuelle Primärwaffe auszeichnen, darüber hinaus aber auch drei Granaten und drei Healthkits in Form von Stimpacks bei sich tragen. Im fertigen Spiel - so verrieten uns die Entwickler - sollt ihre allerdings nicht auf vorgefertigte Klassen angewiesen sein. Stattdessen ist geplant, dass ihr eure Charaktere durch Erfahrungspunkte auflevelt, stetig frisches Equipment freischaltet und sie so eurem Spielstil anpasst.

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Get to da Choppa!

Wir entscheiden uns in der Demo für den Schrotflinten-schwingenden CQB und stürzen uns nach einer kurzen Cutscene direkt ins erste Match. Dort gilt es, zu überleben, eine Reihe von Aufgaben zu erledigen und schließlich den Helikopter am Extraktionspunkt der Karte zu erreichen. Das klingt in der Theorie recht einfach, gestaltet sich in der Praxis aber ziemlich anspruchsvoll - und das aus gleich mehreren Gründen. Da wäre zum einen das unübersichtliche Dschungel-Terrain, das unsere Fortbewegung erschwert. Zum anderen die diversen NPC-Guerillakämpfer, auf die wir im Rahmen unserer insgesamt drei Missionen immer wieder treffen. Die sind natürlich gar nicht davon angetan, dass wir etwa ihre Satellitensysteme hacken und geben uns entsprechend Saures.

Predator: Hunting Grounds in der gamescom-Vorschau. (7) Quelle: Illfonic / Sony Interactive Entertainment Predator: Hunting Grounds in der gamescom-Vorschau. (7) Die größte Gefahr ist aber selbstverständlich der Predator, der auf der südamerikanischen Urwald-Map sein Unwesen treibt. Der wird im Gegensatz zum sogenannten "Feuerteam" in Third- statt First-Person-Perspektive gespielt, um einen besseren Überblick über die Umgebung zu bieten und verfügt über einige tödliche Fähigkeiten. So kann sich der Meisterjäger etwa unsichtbar machen, Gegner mit Hilfe seiner Sinne aufspüren oder auf Bäume klettern. Und natürlich hat er in Form einer Klinge und einer aufladbaren Plasmakanone passende Waffen im Gepäck, um sein Ziel, das Feuerteam zu eliminieren, auch zu erfüllen.

Aus dieser Ausgangssituationen entwickelt sich ein spannender und rasanter Schlagabtausch, der durchaus zu unterhalten weiß. Wollt ihr diesen als Predator-Jäger für euch entscheiden, ist vor allem Teamwork gefragt. Nur wer sich mit seinen Kameraden abspricht, sich gegenseitig Deckung gibt und wiederbelebt, hat eine Chance, es lebend aus der Dschungelhölle heraus zu schaffen. Wer sich hingegen vom Rest der Gruppe entfernt und sein eigenes Ding dreht, ist meist dem Untergang geweiht.
Predator: Hunting Grounds in der gamescom-Vorschau. (2) Quelle: Illfonic / Sony Interactive Entertainment Predator: Hunting Grounds in der gamescom-Vorschau. (2) Wie es um Erfolg oder Untergang von Predator: Hunting Grounds selbst steht, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht bestimmt sagen. Zwar muss man dem Titel einige Defizite wie merkliches Auto-Aim, generell etwas matschige Grafik und einen nervigen Motion-Blur-Effekt ankreiden. Auf der anderen Seite befindet sich der Titel aber noch im Pre-Alpha-Stadium. Das Gesehene ist also nicht final und auch zukünftige Features sind ebenso wenig sicher wie ein Releasedatum. Es bleibt also abzuwarten, wie sich hier die Sachlage in Zukunft noch weiterentwickelt. Eine solide Grundsubstanz ist aber zumindest schon mal vorhanden.

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