PlayStation Store: Sony wirft Shovelware aus dem Store - über 900 Spiele verschwinden
News
Sony entfernt erneut hunderte Shovelware-Spiele aus dem PlayStation Store und verschärft gleichzeitig die Richtlinien für neue Veröffentlichungen. Eine Entscheidung, die den Store langfristig deutlich übersichtlicher machen könnte.
Wer regelmäßig durch den PlayStation Store stöbert, dürfte sie schon einmal gesehen haben: Dutzende nahezu identisch aussehende Spiele mit generischen Namen und auffälligen KI-Bildern. Oft handelt es sich dabei um sogenannte Shovelware. Spiele, die meist mit möglichst geringem Aufwand produziert werden und häufig nur darauf abzielen, schnelle Platin-Trophäen oder ein paar Verkäufe mitzunehmen.
Genau gegen diese Art von Spielen geht Sony jetzt erneut vor. Nachdem das Unternehmen bereits Anfang des Jahres mehrere Tausend Titel aus dem PlayStation Store entfernt hat, folgt nun die nächste große Aufräumaktion. Diesmal verschwinden über 900 Spiele aus dem Store. Gleichzeitig soll Sony seine Richtlinien für neue Veröffentlichungen noch einmal verschärft haben.
Einer der größten Shovelware-Publisher fliegt raus
Besonders bemerkenswert ist dabei, wen es diesmal trifft. Afil Games gehörte zuletzt zu den zehn Publishern mit den meisten Spielen im PlayStation Store. Allerdings handelte es sich dabei fast ausschließlich um klassische Shovelware-Titel. Spiele wie Honey Sprint, Beetle Shock oder Chico's Delivery dürften den meisten Spielern kaum ein Begriff sein.
Über X bestätigte das Unternehmen inzwischen selbst, dass Sony die Zusammenarbeit beendet hat. Künftige Spiele von Afil Games werden deshalb nicht mehr für PlayStation erscheinen. Stattdessen möchte der Publisher seine Titel weiterhin auf Xbox, Nintendo Switch und im Microsoft Store veröffentlichen.
Der PlayStation Store hatte in den vergangenen Jahren zunehmend mit genau diesem Problem zu kämpfen. Das machte den Store nicht nur unübersichtlicher, sondern erschwerte es auch kleineren, ernst gemeinten Indie-Projekten, überhaupt noch sichtbar zu werden. Genau deshalb finden wir es richtig, dass Sony inzwischen konsequenter gegen solche Veröffentlichungen vorgeht.
Qualität statt Masse
Natürlich ist dabei wichtig, zwischen Shovelware und kleinen Indie-Spielen zu unterscheiden. Nicht jedes günstige Spiel ist automatisch schlecht. Im Gegenteil: Einige der kreativsten Spiele der vergangenen Jahre stammen von winzigen Entwicklerteams mit begrenztem Budget.
Das eigentliche Problem sind vielmehr Produktionen, die offensichtlich nur darauf ausgelegt sind, möglichst schnell veröffentlicht zu werden, Trends zu kopieren oder Spielern innerhalb weniger Minuten eine Platin-Trophäe zu schenken. Genau diese Titel verdrängen oft andere Spiele aus den Store-Empfehlungen und erschweren die Suche nach echten Geheimtipps.
Spannend wird jetzt die Frage, ob andere Plattformbetreiber ähnliche Maßnahmen ergreifen. Denn Shovelware ist längst kein reines PlayStation-Problem. Auch auf Steam, im Nintendo eShop oder im Xbox Store erscheinen regelmäßig Spiele, deren Qualität zumindest fragwürdig ist.
Sollte Sonys Kurs tatsächlich zu einem besseren Store-Erlebnis führen, würden wir uns nicht wundern, wenn andere Unternehmen ähnliche Richtlinien einführen. Denn am Ende profitieren davon vor allem die Spieler, aber auch die Entwickler, die mit ihren Projekten tatsächlich aus der Masse herausstechen möchten.
Wie seht ihr das? Geht Sony mit den verschärften Regeln genau den richtigen Weg? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet . Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken , die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube , Instagram und Tiktok .
