Pirates of the Caribbean - Armada der Verdammten auf der E3 angespielt

Special Sebastian Srb

Endlich wieder ein Piratenspiel! Losgelöst von den Filmen soll Pirates of the Caribbean - Armada der Verdammten dennoch deren Flair einfangen: Den Spieler zum Piraten machen. Ob das klappt haben wir uns auf der E3 angeschaut.

Piraten gehen immer. Und selbst zum Piraten werden und die Welt der Karibik erkunden, das will doch auch irgendwie jeder. Zufällig hat Disney Interactive ein Spiel parat, das genau das verspricht: Pirates of the Caribbean - Armada der Verdammten. Auf der E3 2010 gaben sie einen Einblick in das Spiel zur Filmreihe. Deswegen dachte sich unser Redakteur Sebastian Stange: Piratenspiel? Anschauen! Und - vor allem - anspielen!

Von Lizenzumsetzungen ist man ja nichts gutes gewohnt. Aber hat man Pirates of the Caribbean - Armada der Verdammten einmal angespielt, offenbart es sich als ein überraschend solides Action-Rollenspiel mit Fable-Anleihen. Man spielt einen Piraten, der ein legendäres Schiff wieder aufbauen will. Dafür reist er frei über See von Insel zu Insel, kann diese erkunden, Quests annehmen, Gegner bekämpfen, und so weiter. Der Charakter kann aufgelevelt werden, sich mit diversen Skill-Trees spezialisieren und mit Schmuckstücken aufrüsten. Denn: Piraten tragen keine Rüstung, sondern Schmuckstücke! Die ersetzen die Rüstung, beschützen aber ähnlich gut.

Schade, kein Beleidigungsfechten. Dafür Combos. Quelle: Disney Interactive Schade, kein Beleidigungsfechten. Dafür Combos. Auf Land gibt es simplen Kampf. Kein Beleidigungsfechten, sondern leichte und schwere Angriffe, Combos, Pistolen und die Möglichkeit den Gegner zu verfluchen. Außerdem tritt auf Land auch der Fable-Vergleich ein: Mit diversen Dialogen kann man Entscheidungen treffen, die sich sehr stark auf das Spiel auswirken sollen. Letztendlich entscheidet man sich, ob man berühmt oder gefürchtet wird. Ein Held bleibt man weiterhin, nur entweder ein fescher, eleganter Held mit einem hübschen Schiff und agilen Moves oder man wird ein Verstoßener mit einem dämonischen Schiff, der besonders auf rohe Gewalt setzt.

Auf See heuert man verschiedene Crew-Mitglieder an, die teils passive und aktive Fertigkeiten mit sich bringen. Erfüllt man Quests für sie, verbessern sie sich. Außerdem können sich mit anderen Schiffen Gefechte geliefert und - bei Erfolg - können sie geentert werden. Davon wurde aber nur geredet, gezeigt wurde es nicht. Armada der Verdammten wirkt überraschend rund und unterhaltsam. Kein Megahit, aber deutlich besser als erwartet. Mit etwas Feinschliff kann das wirklich unterhaltsam werden.

Und ganz ehrlich: Piraten sind halt auch einfach cool.

Entwickelt wird das Piratenspiel von den Turok-Machern Propaganda Games und es soll sich zwar an die Filme halten, die Geschichte von Armada der Verdammten spielt zeitlich allerdings vor den drei bisher erschienenen Filmen. Erscheinen soll es 2011 für PC, PS3 und Xbox 360.

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