Pilotwings Resort im Test für Nintendo 3DS: Nach 15 Jahren kehren die Gleitflieger auf eine Nintendo-Konsole zurück. Sind sie immer noch in Top-Form? Wir verraten es euch.
Pilotwings: Resort im Test für Nintendo 3DS: Stellt euch einen Hobbypiloten vor, der nach einer 15-jährigen Pause erneut ins Cockpit steigt. Würdet ihr euch mit ihm auf eine Platzrunde im Doppeldecker einlassen? Wohl kaum! Wir haben hingegen jegliche Flugangst abgelegt und wollten wissen, ob Pilotwings Resort die vom Super Nintendo und N64 bekannte Kultserie erfolgreich in die dritte Dimension hievt.
Quelle: Nintendo
Auf in den Sonnenuntergang mit guten 3D-Effekten
Motoren an!
Die erste Erkenntnis lautet: Es ist empfehlenswert, den Tiefenregler schon vor der ersten Flugstunde herunterzudrehen, denn der 3D-Effekt ist bereits in den Menüs sehr intensiv ausgeprägt. Diese Meinung vertritt übrigens nicht nur der Verfasser dieses Artikels, sondern auch zahlreiche Kollegen, welche die Flugsimulation ebenfalls ausprobierten. Fordernde Missionen Jetzt kann's endlich losgehen: Wir unterschreiben mittels Touchpen auf dem virtuellen Luftfahrerschein (ja, der heißt tatsächlich so!) und sind ab sofort offizieller Bestandteil der Pilotwings-Crew. Ob bei Tag oder Nacht – die Pilotwings-Crew fliegt, bis es kracht! Man beachte die hochwertigen Lichteffekte, wenn man in Richtung Sonne gleitet. Der Drachenflieger ist unser liebstes Luftvehikel. Sanfter kann man nicht übers Firmament schweben!
S Nun sind nacheinander 40 Missionen freischaltbar, die sich auf die fünf Schwierigkeitsgrade Anfänger, Bronze, Silber, Gold und Platin verteilen. Auf Wunsch lassen sich verständlich gemachte Trainingseinheiten absolvieren, in denen Einsteiger die Grundzüge der Flugkunst erlernen. Wer aber bereits mit den Vorgängern der Serie vertraut ist, kann sich das Tutorial getrost sparen. Die recht fordernden Missionen verlangen beispielsweise von euch, eine bestimmte Anzahl an Ringen innerhalb der vorgegebenen Zeit zu passieren, Luftballons mit der Bordknarre abzuschießen oder Sehenswürdigkeiten, die euch genannt werden, zu fotografieren.
Abwechslungsreiche Vehikel
Für Abwechslung ist also gesorgt, zumal sich auch die Handhabung der diversen Fluggeräte gehörig unterscheidet. Wer beispielsweise zuerst mit dem Drachenflieger sanft über das Firmament gleitet, muss sich gewaltig umstellen, wenn er im nächsten Moment ein Motorflugzeug über den Himmel scheucht. Denn es ist etwas ganz anderes, ob man bei motorisierten Maschinen nur die Bewegungsrichtung bestimmt oder wie beim Drachengleiter zusätzlich die Gesetze der Thermik ausnutzen muss, um nicht unfreiwillig ins Wasser zu plumpsen. Doch gerade der hohe spielerische Anspruch sowie die Tatsache, dass das Spiel auf jegliche Action verzichtet, macht Pilotwings Resort zu einem so runden Spielerlebnis.
Quelle: Nintendo
Auch mit Jet-Packs fliegt ihr durch die Levels
Magerer Umfang
Uns erreichten mehrere Leseranfragen, ob 40 Missionen wirklich ausreichen, um langfristig an die Bildschirme zu fesseln. Wir finden: jein. Einerseits ist man motiviert, alle Levels mit der Höchstwertung "drei Sterne" abzuschließen, um dadurch wiederum neue Abschnitte freizuschalten. Andererseits dauert es nicht allzu lange, bis man alles gesehen hat. In unserem Test hatten wir bereits nach zwei Stunden Spielzeit die Hälfte aller Missionen freigespielt. Der Freiflug-Modus ist zudem nur bedingt fesselnd. Dort liegt ihr unter Zeitdruck (und mit einem Fluggerät eurer Wahl) über die Wuhu-Insel und fahndet nach allen Sehenswürdigkeiten. Sobald ihr beispielsweise die Bowlingbahn oder die Brücke überflogen habt, gilt das Ziel als abgehakt. Allzu spannend klingt das nicht? Bingo, ist es auch nicht!
Mehr Tiefe!
Euch Leser dürfte am meisten interessieren, wie gut der 3D-Effekt gelungen ist, richtig? Bei dieser Frage fällt uns das Fazit nicht schwer: Die Tiefe kommt gut rüber! Allerdings arrangierten wir uns erst nach einer guten halben Stunde mit der dreidimensionalen Darstellung. Anfangs hatten wir Mühe damit, den richtigen Blickwinkel zu finden, aus dem heraus sich Pilotwings Resort ohne Schielen vernünftig
spielen lässt.
