Humble Bundle: Günstig und gemeinnützig spielen

Special PC Games Redaktion

Kickstarter, Weltraumsimulationen, Humble Bundle, Oculus Rift und viele mehr: In diesem Jahr präsentierten Entwickler zahlreiche tolle Ideen und Trends für PC- sowie Videospiele. Welche Projekte uns in diesem Jahr am besten gefallen haben, verraten wir euch in diesem Artikel und in einem exklusiven Video - schaut rein!

Humble Bundle: Günstig und gemeinnützig spielen

Es klingt wie der wahr gewordene Traum jedes Spielers: hochwertige Spiele zu einem günstigen Preis kaufen und dabei gleichzeitig gemeinnützige Organisationen unterstützen. Seit 2010 können Spieler im sogenannten Humble Bundle über den Preis ihrer gekauften Spiele selbst bestimmen (www.humblebundle.com). Mittels dreier Schieberegler wählen die Kunden die Verteilung des Erlöses zwischen dem Publisher, namhaften und teils internationalen Wohlfahrtsorganisationen sowie den Betreibern der Seite, Humble Bundle. Das Startgebot von einem US-Dollar ist sagenhaft niedrig und Humble Bundle lockt beim Überschreiten des durchschnittlichen Kaufbetrags (meist zwischen vier und sechs Dollar) mit weiteren, attraktiven Titeln.

THQ macht den Weg für die Großen frei

2013 hat sich das Humble Bundle von dem namensgebenden Adjektiv "bescheiden" faktisch verabschiedet und endgültig den Durchbruch geschafft. Den Auftakt zur aktuellen Entwicklung machte zum Jahresanfang das THQ-Bundle. Das Management des schwer ins Schleudern geratenen Publishers nutzte das Humble Bundle, um finanzielle Mittel für offene Verpflichtungen zu akquirieren. Mit Erfolg: Innerhalb von nur knapp vierzehn Tagen wurden fast 800.000 Bundles mit einem Erlös von etwa fünf Millionen Dollar verkauft.

Der Markt verändert sich

Spätestens mit dieser Aktion war das Humble Bundle in aller Munde. Und das war durchaus auch die Absicht von Jeff Rosen, dem Kopf hinter Humble Bundle. Dieser hatte sich nämlich die Steam-Sales genau angeschaut und bemerkt, dass diese durch Virales Marketing und Mundpropaganda einen riesigen Kundenkreis erreichten. Der bereits erwähnte THQ-Sale zeigte dann auf, dass sich dieses Verkaufsmodell nicht nur für Indie-Entwickler, sondern auch für große Publisher hervorragend eignet. Auf lange Sicht kann das nicht ohne Effekt auf den Markt bleiben. Per Humble Bundle werden praktisch ohne zusätzliche Kosten hohe Einnahmen generiert.

EA poliert sein Image mit dem Bundle auf

Der nächste Hammer kam im August 2013, als eine Kooperation zwischen dem nicht immer hervorragend beleumundeten Branchenriesen Electronic Arts und dem Humble Bundle stattfand. Mit (unter anderem!) Dead Space 3, Crysis 2, Battlefield 3 und Die Sims 3 sorgte das Origin Bundle reihenweise für offene Münder. Zusätzlich sammelte EA Pluspunkte durch einen Verzicht auf den Erlös: Sämtliche Mittel flossen direkt an gemeinnützige Organisationen oder das Humble Bundle, hier hatte der Käufer wie gewohnt die Wahl.

Unglaubliche Zahlen

Mittlerweile ist das Humble Bundle bekannt genug, um auch in anderen Teichen zu fischen. Zum ursprünglichen Humble Bundle gesellte sich nämlich im Laufe des Jahres dann noch der sogenannte Weekly Sale, der jeden Dienstag mit neuen Angeboten nach dem mittlerweile üblichen Schema lockt. Und als sei das noch nicht genug, hat kürzlich auch noch der Humble Store seine Pforten geöffnet: Dort werden einzelne Spiele günstig angeboten, 10 % des Erlöses gehen direkt an wohltätige oder gemeinnützige Organisationen. Stand Mitte November haben alle Humble-Aktionen gemeinsam seit Beginn im Jahr 2010 fast 64 Millionen Dollar eingenommen. Ob 2014 wieder ein Humble-Jahr wird, weiß jetzt noch niemand. Es wird aber auf jeden Fall ein Jahr, in dem Humble Bundle, Steam und GOG.com mit noch härteren Bandagen und mehr Tiefpreisen um die Kundschaft buhlen werden. Tolle Aussichten!

Bildergalerie

  1. Seite 1 Kickstarter, Humble Bundle, Oculus Rift und mehr: Die besten Trends und Ideen 2013
  2. Seite 2 Humble Bundle: Günstig und gemeinnützig spielen
  3. Seite 3 Strategiespiele: Trendwende im Sektor?
  4. Seite 4 Free2Play schlägt Abo
  5. Seite 5 Early Access: Spiele, die beim Kunden reifen
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