Wir haben Pacific Drive getestet und es war wirklich anstrengend. Das Survival-Abenteuer spielt mit unseren Gefühlen wie kein anderer Titel in letzter Zeit.
Ist unser Rucksack voll, finden wir hier auch genug Stauraum in Form von Pappkartons. Im späteren Verlauf rüsten wir unser Vehikel unter anderem mit einem Dachgepäckträger aus, um noch mehr Platz für Materialien zu schaffen. Überladung spielt dabei keine Rolle, nur der Platz geht irgendwann aus.
Nach erfolgreicher Flucht aus den Gebieten räumen wir unseren Wagen leer, craften mit den gesammelten Rohstoffen Reparatur-Kits und stellen Blaupausen her. So einfach das klingt, so schwierig stellen sich manche Fluchtversuche jedoch dar.
STRESS PUR!!!
In vielen Arealen bleibt uns nichts anderes übrig, als einen auf der Karte markierten Anker zu nehmen, der sorgt für die Stabilität der aktuellen Gegend. Im Anschluss platzieren wir den in unserem ARC-Gerät auf dem Beifahrersitz, einer Art Kurzstreckenteleporter mit Navigationssystem, und danach geht's in Windeseile zum nächsten Portal.
Denn die Instabilität der Spielwelt schlägt eben zu, sobald wir ein Portal aktiviert haben. Dabei startet ein Wettlauf gegen die Zeit, ansonsten verlieren wir nicht nur die meisten Gegenstände, sondern auch etliche Fahrzeugteile.
Anfangs steckt unser Auto nicht viel Schaden ein und viele Tücken auf den Straßen schaden unserem fahrbaren Untersatz ordentlich. Werden wir durch das aktivierte Portal noch unter Zeitdruck gesetzt, kann die Flucht aus der Region zur absolut nervigen Sequenz werden.
Im schlimmsten Fall quälen wir uns mit platten Reifen über unbefestigte Feldwege oder gar Offroad-Abschnitte, müssen Anomalien ausweichen und uns aufgrund von defekten Scheinwerfern beinahe im Blindflug einen Weg durch äußerst dunkle Gebiete bahnen.
Quelle: Kepler Interactive
Doch damit noch nicht genug: So kann im falschen Moment unsere Batterie den Geist aufgeben, der Tank leer gehen und ständig hängt uns die Radioaktivität im Nacken, was zusätzlich noch die Sicht beeinflusst. Das ist einfach zu viel des Guten.
Wir können zwar vorbeugen, einen Reservekanister mit Benzin füllen, eine Starthilfe im Kofferraum mitführen und vorab ein wenig reparieren, aber selbst das hilft nur geringfügig. Liegt das Portal auf einem Hügel, kommen noch topographische Probleme hinzu und das nervt manchmal so sehr, dass wir das Spiel am liebsten direkt beendet hätten.
Zu allem Überfluss müssen wir nach einem gescheiterten Ausflug einerseits die massiv beschädigte Karosserie herrichten - ohne die verlorenen Materialien logischerweise. Andererseits bleibt uns der erneute Weg bis ins Zielgebiet nicht erspart. Wir können zwar Highways als Abkürzungen nutzen, aber manch großes Areal lässt sich dennoch nicht umfahren. Das macht aus einer interessanten Prämisse leider den größten Spaßverderber im Spiel. Es geht also nur um Glück, ob wir im Vorfeld genügend Rohstoffe finden, um uns Reparatur-Kits herzustellen und wie die Landschaft geformt wird. Und das ist bei weitem nicht optimal.
