Die typische Vorgehensweise: erst hinter einer Kiste in Deckung gehen, dann in einem sicheren Moment blitzschnell dahinter hervorschießen und das Feuer eröffnen.
Die Handlung ist eher schmückendes Beiwerk, das Spiel ist in einzelne Levels unterteilt und vor allem steht die Action mehr im Vordergrund. Während Solid Snake das beiden gemeinsame An-die-Wand-Drücken eher dazu benutzt, möglichst unbemerkt zu bleiben, geht Jean-Luc nur kurz in Deckung, um gleich im nächsten Moment das Feuer zu eröffnen.Einer der größten Schwachpunkte von Winback ist die Gegnerintelligenz: In vielen Fällen sind selbst drei Gegner nicht in der Lage, es mit einem Jean-Luc hinter einer Holzkiste aufzunehmen. Nicht dass das Spiel deswegen einfach wäre - die reine Menge und clevere Positionierung der Gegner wirkt dem entgegen -, doch letztendlich gleichen sich die Spielsituationen immer wieder. Als ob die fehlende spielerische Abwechslung nicht schon genug wäre, bieten die Levels auch zunehmend grafische Tristesse: Die anfänglichen Außenbereiche sind noch positiv zu erwähnen, doch die Lagerhallen-, Fabrik- und Büro-Abschnitte sehen genauso öde aus, wie es die Bezeichnungen vermuten lassen. Auf eine weitere Parallele zu Metal Gear Solid hätten wir übrigens gerne verzichtet: Die deutsche Synchronisation klingt amateurhaft, teilnahmslos und vor allem oft extrem unpassend. Zum Glück können Sie englische Sprachausgabe mit deutschen Menütexten und Untertiteln anwählen, so dass wir dieses Debakel nicht in die Soundwertung haben einfließen lassen - die englischen Sprecher machen ihren Job nämlich sehr gut. Der Multiplayer-Modus wertet Operation Winback übrigens noch etwas auf: Wer die entsprechenden Figuren freigespielt hat, jagt neben Jean-Luc und seinen Kollegen auch sämtliche Bösewichter mit ihren Spezialwaffen durch den ordentlichen Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler.
Bildergalerie: Operation Winback
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