Gaming-Notebooks: GPU-Leistungsunterschiede, Displays
Special
Wir leuchten Vor- und Nachteile von Notebooks aus, schauen uns mobile Grafikkarten genauer an und bieten eine Marktübersicht mit 60 Notebookreihen.
GPU-Leistungsunterschiede
Um die Leistung der Grafikkarten für die Tabelle auf der vorigen Seite zu bewerten, haben wir uns an den sehr ausführlichen Listen unserer Kollegen der Website Notebookcheck orientiert. Dort findet ihr eine eigene Sektion mit allen mobilen Grafikkarten, für die jeweils auch Benchmarkwerte mit verschiedenen Games vorliegen. Ebenso gibt es die Möglichkeit, für bestimmte mobile Grafikkarten nach Spielen zu filtern, um zu sehen, ob die ausgewählten Spiele mit der Grafikkarte bei mehreren Auflösungen noch gut laufen oder im Gegenteil eben nicht.
Durch die zahlreichen Benchmarks wird man erfahren, dass es auch innerhalb derselben GPU-Familie je nach Notebookmodell größere Unterschiede geben kann, weswegen wir in der Tabelle auch keine genauen Angaben dazu gemacht haben, ob die eine Karte nun 5, 15 oder 20 Prozent schneller als die andere ist. Dies hat mehrere Gründe. Der einfachste davon ist: Der Prozessor. Denn eine CPU kann, vor allem wenn man nicht direkt in 4K spielt, durchaus einen starken Unterschied bei den resultierenden FPS-Werten erzeugen.
In diesem Artikel
Das seht ihr auch gut bei den Übersichtsseiten zu den mobilen Grafikkarten bei von uns schon genannten Website Notebookcheck: Für viele Grafikkarten gibt es dort mehrere Spiele, für die dann wiederum mehrere Benchmarkwerte existieren. Oftmals gibt es dann Fälle, bei denen trotz identischer Grafikkarte, Auflösung und Spiel-Detaileinstellung zwei stark voneinander abweichende FPS-Ergebnisse zu sehen sind.
Zum Beispiel ist dies besonders stark bei dem ohnehin für Grafikkarten eher problemlos zu bewältigenden F1 2021 und der mobilen GeForce RTX 3060 gut zu sehen. Bei dem Spiel sind FPS-Unterschiede wegen der CPU daher sehr unterschiedlich, sobald es um eher niedrige Detailstufen geht.
Scrollt hier bis zu F1 2021 herunter, dort seht ihr diesen Effekt gut, da hier drei Notebooks mit sehr unterschiedlichen CPUs für die Benchmarktests zum Einsatz kamen. Bei maximalen Details unter Full-HD sind es je nach CPU zwischen 75 und 104 FPS.
In vielen Fällen liegen solche Unterschiede an der CPU. Aber, und hier wird es dann für Käufer sehr schwierig: Auch die Grafikkarte kann der Grund sein. Ihr kennt dies in einem kleineren Maße schon von Desktop-Grafikkarten, bei denen manche Modelle einfach nur einen höheren Takt haben und entsprechend mehr Leistung bieten können als andere - dabei geht es dann aber in der Regel um maximal 10 Prozent Leistungsplus.
Quelle: MSI
MSI GE76 Raider-Serie
Bei mobilen Grafikkarten kann noch hinzukommen, dass der Hersteller andere Dinge als nur den Takt verändert. Dies führt dazu, dass die GPU in einem Notebook, nennen wir es Modell A, aus Stromspar- oder Kostengründen eher überdurchschnittlich stark beschnitten wurde. Ein Modell B mit identischer GPU wird aber vielleicht sogar eher beim Takt besonders großzügig bedacht.
Am Ende ist dann das Modell B möglicherweise direkt um 20 Prozent schneller als das Modell A, obwohl beide Notebooks nominell dieselbe GPU und CPU nutzen. Aus diesen Gründen dienen unsere Rangfolgen bei den mobilen Grafikkarten, die wir auf der vorigen Seite präsentiert hatten, nur eine ungefähre Orientierung.
Display, Größe, Auflösung
Die gängigen Notebooks werden als 15,6- oder 17,3-Zoll-Notebooks vermarktet. Damit ist die Diagonale des Bildschirmes gemeint. Im Gegensatz zu früher sind inzwischen auch 17,3-Zoll-Modelle vergleichsweise kompakt und wiegen so gut wie nie mehr als 3 Kilogramm. Die meisten bringen zwischen 2,5 und 3 Kilogramm auf die Waage, es gibt auch eine gute Auswahl mit Modellen unter 2,5 Kilogramm.
Für das Mitnehmen per Rucksack sind also auch die größeren Varianten problemlos geeignet. Es gibt trotz identischer Display-Diagonale aber Unterschiede, natürlich vor allem bei der Dicke. Dabei werben Hersteller gerne mit besonders dünnen Modellen, da es natürlich etwas Besonderes ist, viel Technik auf noch engerem Raum anzubieten.
Allerdings kann die Lüftung bei dickeren, ansonsten ähnlich starken Modellen leiser sein, da es ganz simpel mehr Luft als bei einem besonders dünnen Notebook gibt.
Was die Auflösung betrifft: Da selbst die stärksten aktuellen Notebook-Grafikkarten schwächer als die Exemplare aus dem Desktop-Bereich sind, raten wir von 4K ab, außer ihr setzt für Arbeit oder Ausbildung auf die hohe Auflösung. Wichtiger für Gaming ist aber viel eher eine hohe Bildwiederholfrequenz - viele Gaming-Notebooks bieten hier 144 Hertz oder mehr.
Weiter geht's auf Seite 4!
