Übereifriger Kletterkünstler
Quelle: BILD: PLAYZONE
ENDGEGNER Die Bosse sind nicht selten von beachtlichem Format.
Wenn er nicht gerade eine der zahlreichen (mehrstufig aufrüstbaren) Waffen schwingt, springt und klettert Ryu durch die Gegend, wie es nur echte Ninja-Meister können. Die Wand hochlaufen und dann rückwärts auf eine höher gelegene Plattform springen? Kein Problem! Durch das wiederholte Abspringen von einer Wand zur nächsten kann Ryu enge Schächte hinaufspringen. Das An-Wänden-Entlanglaufen ist eine seiner leichtesten Übungen und die Kombination beider Techniken ermöglicht den Zugang zu besonders schwer erreichbaren Bereichen: Da ein Sprung von Wand zu Wand ihn noch etwas höher katapultiert, kann Ryu in ausreichend engen Bereichen von Wand zu Wand laufend (und springend) jede Höhe erreichen. Das Problem hierbei ist die Steuerung, denn die ist so „intuitiv", dass man nur gegen eine Wand springen muss, um einen (winkelabhängigen) Wandlauf zu initiieren – und das passiert des Öfteren in Momenten, wo man dies gar nicht will. Da funktioniert die Prince of Persia-Handhabung mit einer speziellen Wandlauf-Taste deutlich besser. Die – zum Glück seltenen – Geschicklichkeitstests im Spiel werden durch diese Problematik in Kombination mit der Kamera, die man ständig nachjustieren muss, unnötig schwierig. Überhaupt hätten dem Spiel klar bestimmten Tasten zugewiesene Funktionen nicht geschadet, denn so kommt es vor, dass Sie mitten im Kampf eine am Boden liegende Leiche untersuchen oder durch eine nahegelegene Tür schreiten, anstatt zuzuschlagen – all diese Aktionen liegen nämlich auf der Rechteck-Taste und werden situationsbedingt vom Spiel ausgewählt.
Zwischen den Generationen
Quelle: BILD: PLAYZONE
ABRAKADABRA! Durch Schütteln des Controllers verstärken Sie den Zauber. Deutlich zu sehen ist das Tearing, das einen unschönen Bruch zum unteren Bilddrittel verursacht.
Generell ist die Grafik von Ninja Gaiden Sigma nach dem Sprung von der Xbox auf die PlayStation 3 höher aufgelöst, doch Auflösung alleine sorgt noch nicht für Next-Generation-Optik. In seinen besten Momenten sieht das Spiel anständig aus und läuft mit superflüssigen 60 Bildern pro Sekunde, in seinen schlechtesten merkt man ihm deutlich seine Xbox-Herkunft an – etwa bei den tristen Zimmern des Luftschiffs oder den zweidimensionalen Blutspritzern, die oft über eine Wand hinausragend in der Luft hängen. Auch ist die Unerfahrenheit der Entwickler mit der PS3 deutlich, denn obwohl das Spiel niemals aussieht, als würde es die Konsole in irgendeiner Weise ausreizen, gibt es ab und zu Ruckeleinlagen statt der sonst üblichen 60 Bilder pro Sekunde und – speziell an HD-Fernsehern – unschönes Tearing zu beobachten (quasi „Risse" im Bild, wenn Einzelbilder nicht rechtzeitig zu Ende berechnet wurden). Zu allem Überfluss gibt’s (selbst nach der Installation von Spieldaten auf der Festplatte) immer wieder mal kurze Ladepausen, die auch schon mal mitten im Kampf eintreten können – ärgerlich! Weniger schlimm, aber doch bemerkenswert ist die Tatsache, dass die altbekannten Videosequenzen keine HD-Qualität erreichen – immerhin hat Tecmo etliche davon durch echtzeitberechnete Zwischensequenzen ersetzt, was das Problem umgeht.