Need for Speed: Most Wanted im Test - Das hat uns nicht gefallen + Fazit und Wertung

Test Thorsten Küchler

Need for Speed: Most Wanted im Test für PlayStation 3: Das neue Criterion-Rennspiel bietet actionreiches und spektakuläres Gameplay. Leider kann nicht jede unkonventionelle Neuerung in Need for Speed: Most Wanted überzeugen. Außerdem ruckelt die PlayStation 3-Fassung von Need for Speed: Most Wanted viel zu oft.

Need for Speed: Most Wanted im Test - Das hat uns nicht gefallen:

Zwar schicke, aber reichlich ruckelige Grafik

Need for Speed: Most Wanted ruckelt teilweise auffällig stark und läuft mit maximal 30 Bildern pro Sekunde. Und wer Driver: San Francisco oder eben Burnout Paradise gezockt hat, der weiß: Rennspiele, die konstant mit den magischen 60 Frames laufen, steuern sich einfach viel geschmeidiger. Zur Verteidigung der Entwickler muss man jedoch erwähnen, dass Need for Speed: Most Wanted teilweise famos gut aussieht. Besonders die (teilweise übertrieben eingesetzten) Lichteffekte machen einiges her. Realistisch wechselnde Tageszeiten oder Wetterbedingungen gibt es jedoch nicht: Wenn ihr über eine nasse Straßen brettert, dann nur, weil das für das jeweilige Rennen so vorgesehen ist.

Konzeptionelle Ungereimtheiten

Ihr liebt es, euch einen Wagen auszusuchen, diesen fleißig zu tunen und mit ihm stundenlang Spaß zu haben? Dann kauft euch ein anderes Spiel! Need for Speed: Most Wanted verfolgt nämlich einen geradezu abenteuerlichen Ansatz: Für jedes Auto gibt es 5 (!) spezielle Renn-Events – es gehört quasi zum Konzept, dass ihr danach eine neue Karre ausprobiert MÜSST. Einzig die spektakulären Duelle gegen die anderen Fahrer von der Most-Wanted-Rangliste sind für alle Boliden zugänglich. Da ist es fast schon konsequent, dass die Tuning-Optionen auf ein Minimum reduziert wurden: Individuelle Schrauberei? Fehlanzeige! Vielmehr schaltet ihr durch Rennsiege entsprechende Ersatzteile wie etwa Rennreifen oder einen Nitro-Turbo frei – diese funktionieren dann aber ausschließlich im jeweils verwendeten Auto. Bedeutet: Ihr müsst jede PS-Schleuder wieder aufs Neue aufrüsten, um sie wettbewerbsfähig zu machen – was schon beim zweiten Mal gehörig nervt.

Criterion verteidigt dieses Konzept damit, dass man dem Spieler die Möglichkeit geben wolle, von Beginn an alle Autos zu fahren: Ihr müsst die Untersätze nämlich nicht mühsam freischalten, sondern einfach nur finden – Porsche Carrera, Tesla Roadster, Bugatti & Co stehen nämlich einfach so in der Gegend herum! Damit das Balancing nicht aus den Fugen gerät, wenn ihr bereits früh im Spiel einen Supersportwagen entdeckt, greifen die Entwickler zu einem hanebüchenen Trick: Sämtliche Karren sind anfangs in ihrer Leistung eingeschränkt! Ja, richtig gehört liebe Autonarren: Da fährt dann ein Lamborghini maximal 230 km/h – bis ihr ihn aufgemotzt habt. Ebenfalls völlig unverständlich: Euch stehen magere zwei Perspektiven zur Verfügung – eine Verfolger- und eine komplett unbrauchbare Stoßstangenansicht.

Bildergalerie

Wertung zu Need for Speed: Most Wanted 2 (PS3)

Wertung:

79 /10
Pro & Contra
Griffiges Arcade-FahrgefühlTolles Easydrive-SchnellmenüSchicke, frei befahrbare Spielwelt
Niedrige Bildrate, häufiges GeruckelViele konzeptionelle Ungereimtheiten
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