Need for Speed: Most Wanted

Test Christoph Kraus

Need for Speed: Most Wanted Habt ihr genügend Events bestritten, fordert euch wie im stationären Ableger ein neues Mitglied der "Blacklist" heraus - hier sind die 15 meistgesuchten Pistenrowdies verewigt. Durch Siege sammelt ihr schließlich Respektpunkte, die euch in der Fahndungsliste nach oben bringen und euch Respekt in der Szene verschaffen. Habt ihr einen Streetracer in die Schranken verwiesen, wird euch der Zugriff aufs nächste Kapitel gewährt und eine fette Prämie aufs Konto gebucht.

Mit der gewonnenen Kohle schaltet ihr dann neue Heckspoiler, Aufkleber, Felgen und andere modische Accessoires frei. In der DS-Version zeichnet ihr Decals in der Größe 32 x 32 Pixel übrigens bequem mit dem Stylus. Ansonsten dürft ihr leider nur sehr wenige der optischen Schmankerl selbst bestimmen, sondern rüstet eure PS-Monster in Stufen auf. Die Tuning-Optionen auf dem Game Boy Advance sind ebenfalls etwas mager; in dieser Hinsicht bietet die Cube-Version klar die größte Modifikationsvielfalt.

Mit dem Fehlen einer komplexen Großstadt auf den Handhelds geht leider auch ein wichtiger Bestandteil des Most Wanted-Gedankens verloren: Ihr seid hier nicht dem ständigen Druck ausgesetzt, von der Polizei gefasst zu werden, sondern bestreitet eure Rennen meist ohne Cops. Solltet ihr auf dem DS doch einmal in ein Nagelband geraten, entkommt ihr aus der misslichen Lage, indem ihr kurz auf den Touchscreen tippt - das hätte deutlich prickelnder umgesetzt werden können!

Grafischer Meilenstein?

Need for Speed: Most Wanted Technisch reißt Most Wanted auf allen Systemen keine Bäume aus. Abgesehen von den Rennen, die jetzt am Tage stattfinden, wurden die Engines der Vorgänger beinahe unverändert übernommen. Immer noch sorgt die störrische Steuerung der DS-Version für unkontrollierte Lenkmanöver, auch die GBA-Version fällt durch die schwammige Kontrolle der Pixelboliden ab. Das Spieltempo des großen GameCube-Bruders ist zwar okay, hat aber mit Slowdowns während der Kurvendrifts zu kämpfen.

Aufgrund nachlässiger Videokomprimierung kommt es selbst während der Zwischensequenzen, in denen diesmal echte Schauspieler mitwirken, zu heftigen Rucklern. Alles in allem ist das neue Need for Speed zwar kein technischer Meilenstein, dank der gewohnt guten Spielbarkeit aber garantiert ein Most Wanted für alle Rennspiel-Fans mit Tuning-Vorliebe!

Wertung zu Need for Speed: Most Wanted (GC)

Wertung:

80 /10
Fazit

Sehr guter Straßenrenner mit spannenden
Polizeifahndungen, der mäßig umgesetzt wurde.

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