Wenn das jährliche Update einer renommierten Serie ansteht, dann stellt sich für Video-spieler immer wieder die Frage: "Lohnt es sich wirklich, 60 Euro für eine neue Version zu investieren, die sich nur minimal vom Vorgänger unterscheidet?" Auch bei der NHL-Reihe von Electronic Arts ist das alljährlich der Fall. Um in diesem Jahr möglichst viele Käufer anzulocken, hat sich der amerikanische Softwarehersteller einiges einfallen lassen.
Von XBox Live keine Spur
Schon nach wenigen Matches wird deutlich, dass das Gesamtpaket beim neuen NHL einfach stimmt. Vor allem in Sachen Gameplay hat sich einiges getan. Eine Vielzahl neuer Taktik-Optionen beim Bully, neue Dekes (Täuschungsmanöver) und die "Open Ice"-Steuerung machen das neue NHL zu einem echten Vergnügen. Dank Open Ice ist es jetzt möglich, noch besser mit den intelligent agierenden KI-Kollegen zusammenzuspielen und nötige Freiräume für ein gutes Angriffsspiel zu schaffen. Aber auch in der Defensive greift das neue Feature: Auf Tastendruck kann man problemlos die Unterstützung eines KI-Kameraden anfordern. Eine Fülle von Spiel-Modi sorgt für fast grenzenlose Langzeitmotivation - vor allem der umfangreiche und diesmal zielorientierte Dynasty-Karriere-Modus, bei dem man die Aufgaben eines NHL-Club-Managers übernimmt (und selbstverständlich selbst den Schläger schwingt). Leider hat sich Electronic Arts entschieden, den zahlreichen Fans der Serie den Xbox-Live-Modus, den das Spiel in der amerikanischen Fassung bietet, vorzuenthalten. In Deutschland dürfen nur PS2-Besitzer online die Schläger kreuzen. Hervorragend gelungen ist die Steuerung der Kufenflitzer, die Neulingen einen unkomplizierten Einstieg, aber dennoch ausreichend Tiefgang für Gamepad-Akrobaten bietet. Dass der Titel in Sachen Grafik und Präsentation ein echter Leckerbissen ist, versteht sich (wie immer) fast schon von selbst.
