MindsEye: Über 90 Mitarbeiter erheben Vorwürfe gegen das Studio

News David Fabricius
MindsEye: Über 90 Mitarbeiter erheben Vorwürfe gegen das Studio
Quelle: Build A Rocket Boy

Nach dem desaströsen Launch von MindsEye herrscht bei Build A Rocket Boy keine Ruhe. Zahlreiche aktuelle und ehemalige Entwickler erheben in einem offenen Brief schwere Anschuldigungen gegen das Studio. Die Worte sind deutlich, und zeigen Schattenseiten auf.

Das Actionspiel MindsEye sollte eigentlich das große Aushängeschild von Build A Rocket Boy werden. Stattdessen wurde der Launch zum Desaster. Technische Probleme, miserable Wertungen und eine chaotische Veröffentlichung führten nicht nur zu einem der größten Flops des Jahres, sondern auch zu einem internen Aufschrei.

Auf Metacritic liegt der User-Score bei mal gerade 2.4, das ist unterirdisch niedrig. Auf Steam ist die derzeitige Wertungsskala aber komplett gespalten. Von allen Rezensionen sieht es sehr negativ aus, während die neuesten Bewertungen auf überwiegend positiv stehen. Über 90 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter haben nun einen vernichtenden offenen Brief gegen die Studioleitung unterzeichnet.

Schlimmster Spiele-Release dieses Jahrzehnts

Laut dem Brief, der gemeinsam mit der Gewerkschaft IWGB Game Workers Branch veröffentlicht wurde, herrschten im Studio über Monate hinweg toxische Arbeitsbedingungen. Mitarbeiter werfen dem Management mangelnde Transparenz, Überstunden-Zwang und eine respektlose Kommunikation vor. In der Erklärung heißt es: "Diese Entlassungen sind passiert, weil ihr euch wiederholt geweigert habt, auf die jahrelange Erfahrung eurer Belegschaft zu hören, und das hat zu einem der schlimmsten Spiele-Releases dieses Jahrzehnts geführt."

Nach dem desaströsen Verkaufsstart wurden laut dem Brief zwischen 250 und 300 Mitarbeiter entlassen. Viele verloren dabei ohne Vorwarnung ihren Job. In den vier Monaten vor dem Launch soll eine verpflichtende Überstundenvorgabe von acht Stunden pro Woche eingeführt worden sein, mit einem ungleichen Freizeitausgleich von nur sieben Stunden.

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MindsEye: Publisher zieht sich zurück

Publisher IO Interactive distanzierte sich inzwischen deutlich von MindsEye (jetzt kaufen 31,90 € ). CEO Hakan Abrak erklärte, man müsse die Zukunft des Unternehmens als Publisher "neu bewerten". Auch Hauptdarsteller Alex Hernandez zeigte sich tief enttäuscht und gab an, er fürchte um seine berufliche Zukunft nach dem massiven Shitstorm.

Während sich Build A Rocket Boy bisher nicht offiziell äußerte, ist die Lage eindeutig. MindsEye ist nicht nur ein kommerzieller Fehlschlag, sondern hat ein Studio in eine existenzielle Krise gestürzt, und eine ganze Belegschaft gegen ihre eigene Führung aufgebracht. Habt ihr Mindseye ausprobiert? Wie waren eure Erfahrungen?

Quelle: eurogamer

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