Miasma Chronicles gespielt: Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht
Special 31,49 €
In Miasma Chronicles erwarten uns rundenbasierte Strategie, Open-World-Elemente, ein starker Fokus auf Story und eine Menge lustig gemeinter Charaktere. Was wir von dem spannenden Abenteuer erwarten, klären wir in der Gamescom-Vorschau!
Eine große Wand aus ominösen Partikeln, die alles korrumpieren, was sich ihnen nähert? Ist ja klar, dass sich unser Ziel genau hinter der Mauer des Verschlingens befindet. Und als ob es so vorherbestimmt wäre, sind wir als einziger in der Lage, die wabernde Struktur zu kontrollieren und einen Weg in das gelobte Land zu ebnen. Zumindest theoretisch. Praktisch befinden wir uns zu Beginn von Miasma Chronicles (jetzt kaufen 16,40 € / 31,49 € ) an einem Punkt, an dem wir mit unseren spärlichen Kräften nicht weit kommen und erst einmal aufleveln müssen. Natürlich ist jeder in unserer Heimat gewillt, uns zu helfen und gibt uns Hinweise. Und zufällig tun sich just im Augenblick der größten Not Energiestrudel auf, durch die unsere Kräfte erst so richtig super werden.
Nein, die Handlung von Miasma ist nicht sonderlich kreativ und hält sich an bekannte Muster. Aber Altbewährtes ist nicht ohne Grund altbewährt, und immerhin geht der Titel an anderer Stelle gewagtere Wege, die zwar auch nicht wirklich innovativ sind, aber trotzdem gut funktionieren.
Viele Fragezeichen
Der Beginn der Geschichte gibt zunächst Fragezeichen auf. Angesiedelt in der echten Welt, wurde die sogenannte "Große Stabilität" 140 Jahre aufrechterhalten, bis ein Strudel aus dunkler Materie über Amerika hinwegzieht und alles korrumpiert, was er berührt.
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Quelle: 505 Games
Miasma Chronicles gespielt: Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht (3)
Woher diese Partikelwolke namens Miasma kommt und was für sinistre Mächte hinter dem Untergang der Welt stecken, wird in der Demo natürlich noch nicht verraten. Weniger im Dunkeln bleiben die persönlichen Umstände der spielbaren Protagonisten Elvis und Diggs. Elvis besitzt einen nur ihm gehorchenden Handschuh, mit dem er das Miasma rudimentär kontrollieren kann.
Den erhielt er als Kind von seiner Mutter, bevor sie verschwand und nun auf der anderen Seite der Partikelmauer auf ihn wartet. Seine Mutter war es auch, die ihn als Kind an den Roboter Diggs übergab, zu dem Elvis ein brüderliches Verhältnis pflegt.
Diggs ist sich der Tatsache bewusst, dass er kein Mensch ist, das hält ihn aber trotzdem nicht davon ab, mit Menschen zu flirten - und dabei auch erfolgreich zu sein.
Quelle: 505 Games
Miasma Chronicles gespielt: Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht (5)
Ein Vorbild genommen
Damit sind wir auch schon bei einer der größten Stärken und gleichzeitig Schwächen von Miasma Chronicles. Die starken Persönlichkeiten sorgen für Dialoge, die von sehr leb- und glaubhaft bis hin zu unangenehm reichen. Witz und Charme sind zwar da, das Gesamtbild ist jedoch nicht so richtig stimmig.
Die Welt ist düster, dreckig und wirkt sehr real - die Figuren hingegen sind gefühlt aus dem Futurama-Universum gefallen und wollen nicht ganz in das Setting passen. Der Bürgermeister, ein Kopf in einer mit einer Flüssigkeit gefüllten Kapsel, der mit Roboterarmen Zigarre raucht, ist hier ein gutes Beispiel; der charmante Charakter wirkt einfach etwas deplatziert. Trotz dieser Schwächen bietet Miasma dem bisherigen Anschein nach eine stimmungsvolle Welt und unterhaltsame Momente.
