Metaphor: ReFantazio im Test: Persona 6 im Fantasy-Gewand und der Rollenspiel-Hit des Jahres!

Test Annika Menzel
Metaphor: ReFantazio im Test: Persona 6 im Fantasy-Gewand und der Rollenspiel-Hit des Jahres!
Quelle: SEGA

Alltagssimulation à la Persona inmitten eines royalen Wettkampfs: Sowas gibt es nur bei Atlus. Wir haben Metaphor: ReFantazio getestet und verraten euch, ob diese Kombination funktioniert.

Ihr müsst euch zwar stets für einen entscheiden, könnt den aber jederzeit übers Menü wechseln. Es ist dieses Mal also nicht nur der Protagonist, der seine Taktik anpassen kann. Und das ist auch gut so: Je nachdem, welche Archetypen ihr dabeihabt, ergeben sich verschiedene Synthese-Möglichkeiten.

Diese Angriffe sind besonders stark und einige davon werden sogar in einer eigenen, schicken Sequenz ausgeführt. Das ganze Spektakel hat aber seinen Preis: Anstatt stur jeden, egal ob Freund oder Feind, angreifen zu lassen, bekommt ihr eine bestimmte Anzahl an Aktionen pro Runde.

Metaphor: ReFantazio Quelle: SEGA Ein normaler Angriff oder die Verwendung eines Gegenstands kostet einen Punkt, ein Synthese-Angriff zwei und solltet ihr danebenhauen, müsst ihr ebenfalls gleich zwei Aktionen dafür einbüßen. Erwischt ihr aber die Schwachstelle eines Gegners, behaltet ihr im Gegenzug noch einen halben Punkt über.

Genauso verhält es sich, wenn ihr passt und eure Aktion dem nächsten Charakter überlasst. Außerdem müsst ihr euch entscheiden, wer in der Vor- und der Nachhut steht, wodurch sich die Stärke von Angriff und Verteidigung verändert.

Dadurch bekommt das Kampfsystem noch mehr taktische Tiefe und bleibt trotz des immer gleichen Schemas stets abwechslungsreich. Schwache Gegner, die euch ohnehin unterlegen wären, könnt ihr direkt in der Oberwelt umnieten, ohne einen richtigen Kampf zu starten. Dafür bin ich sehr dankbar, da es nicht nur Zeit, sondern auch wichtige Ressourcen spart.

Gallica bittet den Spieler, eine Auswahl auf der Karte zu treffen Quelle: SEGA So könnt ihr zum Beispiel entspannt leveln, ohne euch jedes Mal in den Kampfbildschirm zu stürzen. Da jeder eurer Charaktere über verschiedene Stats verfügt, von denen pro Levelaufstieg zwei verbessert werden, werden auch sie selbst und nicht nur die Archetypen stärker.

Ein bisschen J und viel RPG

Neben den dennoch unverkennbaren Beweisen seiner Herkunft erinnert mich Metaphor: ReFantazio außerdem noch an ein weiteres Spiel, das in die gleiche Kerbe schlägt: Fire Emblem: Three Houses.

Beide Titel weisen sowohl religiöse als auch politische Elemente auf, beide verfügen über ein ähnliches Aktivitätensystem und ausgeprägte Beziehungen zu den anderen Figuren.

Wenn ihr Three Houses mochtet, mit dem modernen Schul-Setting von Persona aber nicht so richtig warm geworden seid, könnte das nun eine neue Chance für das zurecht hochgelobte Spielprinzip aus Atlus' Feder sein.

Und auch, wer bisher keinen Kontakt mit den JRPGs hatte, sollte sich Metaphor einmal genauer anschauen. Letztendlich ist es ein Fantasy-Rollenspiel, das abgesehen vom Grafikstil nicht allzu sehr nach Anime schreit. Denn auch inmitten des Atlus-Alltags bleibt genug Platz für recht klassische Nebenmissionen in der Spielwelt.

Das neue Werk vereint die vielen, einzigartigen Qualitäten der Persona-Reihe mit einem für die Spiele ganz neuen Setting. Als Fantasy-Fan kommt das für mich wie gerufen und weckt direkt meine eigene Kreativität, indem ich mich frage: Legt das Entwicklerteam damit vielleicht den Grundstein für ein neues Genre?

Nicht direkt im Sinne der Soulslikes, die den Markt mittlerweile komplett überfluten. Aber es gibt noch weitere Szenarien, die sich auf eine spannende Weise mit dem Persona-Gameplay verbinden ließen. Erstmal kommt ihr nun aber in den Genuss von Metaphor, das mit Recht zu einem der größten Spielehits des Jahres geworden ist.

Wertung zu Metaphor: ReFantazio (PS5)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Im Kern Persona und trotzdem nicht nur was für Fans von JRPGs: Einer der größten Hits des Jahres!

Metaphor: ReFantazio erscheint am 11. Oktober 2024 für PC, PS5, PS4 und Xbox Series X/S. Auch wenn ihr bisher nichts mit japanischen Rollenspielen am Hut hattet, ist es aufgrund der Fantasy-Ausrichtung einen Blick wert und stellt einen guten Einstieg dar. Transparenzhinweis: Die Testversion des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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