Metal Slug Anthology

Test

Eine der besten 2D-Ballerspielserien aller Zeiten feiert Jubiläum.

Metal Slug 2 hatte bereits im Original mit argen Slowdowns zu kämpfen. 
BILD: SNK PLAYMORE Metal Slug 2 hatte bereits im Original mit argen Slowdowns zu kämpfen. BILD: SNK PLAYMORE Betagten Spielern und 2D-Puristen mit einem Sinn für das Exklusive dürfte das Neo Geo mit Sicherheit noch ein Begriff sein. Auf der kultigen 16-Bit-Konsole sind eine Menge fantastischer Spieleserien erschienen, die auch heute noch im 2D-Bereich überaus beeindruckend aussehen.

Die Metal Slug-Reihe ist mitunter das Aushängeschild der ursprünglichen Spielhallen-Plattform und feiert (eigentlich 2006, da Metal Slug 1996 erschien) ihren zehnten Geburtstag. Unter der Flagge dieses freudigen Ereignisses hat sich SNK Playmore dazu entschlossen, eine Compilation mit allen sieben Metal Slug-Spielen (zum ersten Mal auch Teil 6 offiziell außerhalb Japans Grenzen) für die PlayStation Portable und für Nintendo Wii zusammenzustellen.

Bei Metal Slug Anthology stellt sich allen Neo-Geo-Enthusiasten und Liebhabern der Serie nicht die Frage, ob sich die Anschaffung dieser Nostalgie-Kollektion lohnt oder nicht. Vielmehr ist zu klären, ob die Qualität der Sammlung stimmt und man künftig auch unterwegs General Morden oder fiesen Aliens den Hintern wegballert. Wirklich bedenkenlos kann man nicht zum Kauf raten, dafür gibt es einen hervorstechenden Kritikpunkt: die Ladezeiten.

Es dauert unangenehm lange, bis eine Episode geladen ist. Das an sich ist schon nervig genug, aber angesichts der geballten Action, die den Spieler erwartet, noch irgendwie zu verschmerzen. Richtig störend sind die Ladeunterbrechungen während des Spiels. Vor jedem neuen Levels wartet man mehrere Sekunden, sogar mittendrin friert der Bildschirm gelegentlich ein. Das zieht den Spielspaß merklich runter. Zusätzlich machen sich die teils verzögerte Menü-Navigation und Ungereimtheiten im Sound negativ bemerkbar.

Die Emulation der einzelnen Episoden an sich ist, für PSP-Verhältnisse, gut gelungen. Das ungeschnittene (!) Geballere läuft, sofern es auch im Original der Fall war, flüssig. Von den drei Bild-Einstellungsmöglichkeiten sind nur die 4:3- und die Original-Pixel-Einstellung empfehlenswert. In Sachen Bonusinhalte gibt es Wallpapers, die sich auch als PSP-Hintergrundbild kopieren lassen, Art Galleries und Soundtracks. Metal Slug Anthology ist nur Hardcore-Fans zu empfehlen.

Bildergalerie: Metal Slug Anthology
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (4 Bilder)

Wertung zu Metal Slug Anthology (PSP)

Wertung:

71 /10
Pro & Contra
Alle sieben Teile auf der UMDGeniale 2D-Action
Nervige LadezeitenFehler beim Sound
Fazit

Die Quantität stimmt, die Qualität ist durchwachsen. Lange Ladezeiten drücken den Spielspaß.

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