Medal of Honor: Airborne

Test Thomas Eder

Ihre Gegner verhalten sich meist sehr aggressiv und klug. KI-Aussetzer treten nur selten auf. Ihre Gegner verhalten sich meist sehr aggressiv und klug. KI-Aussetzer treten nur selten auf. Was in den Reihen der Spieler ebenfalls sowohl auf Freude beziehungsweise Kritik stoßen wird, ist die Steuerung. Der Möglichkeit, dank gezogenem L-Trigger kurz hinter der Deckung hervorzuspähen, steht die eingeschränkte Bewegung beim Zielen gegenüber: Seitlich laufen können Sie nur, wenn Sie Ihre Waffe nicht anlegen. Keine Sorge: Dank vielfältiger Optio­nen können Sie sich die Steuerung natürlich auch wie gewohnt einstellen. Das neue Sprint-Feature dürfte wohl von jedem als Segen empfunden werden - endlich lassen sich auch größere Distanzen flott überwinden und Sie können auch im Kugelhagel schnell Ihre Deckung verlassen, um sich woanders ein sicheres Plätzchen zu suchen.

Die Einsatzgebiete in Italien, Frankreich und Deutschland bieten ordentlich Abwechslung und sind meist sehr schön inszeniert. Weniger abwechslungsreich hingegen ist das Gameplay nach der Landung - hier erwartet den Spieler zwar gute Ballerkost, auf Abschnitte in Fahrzeugen oder die bei der Konkurrenz beliebten Quicktime-Events müssen Sie in Airborne gänzlich verzichten. Dafür bietet das Spiel ein cooles Upgrade-System, mit dem Sie Ihre Waffen durch gute Leistungen in den Kämpfen verbessern. Wie die Möglichkeit, die Aufgaben in unterschiedlicher Reihenfolge zu erfüllen, oder die Kunstlandungen trägt auch dieses Feature noch mit dazu bei, dass der Titel nach einmaligem Durchspielen noch nicht in der Ecke landet. Ein spaßiges Feature also, das sich die Entwickler wohl bei der hauseigenen Konkurrenz der Battle­field-Entwickler abgeschaut haben.

Im Hinblick auf die Technik kommt das 360-MoH nicht ganz an die Bombast-Inszenierung des dritten Call of Duty heran, begeistert aber trotzdem durch seine tolle Optik und die fetten Sounds, die zusammen für die meistens sehr gute Atmosphäre sorgen. Diese leidet gelegentlich unter einer Menge Klischees und ausgelutschten Weltkriegsshooter-Kamellen, ähnlich wie bei der Grafik altbackene Raucheffekte oder grobauflösende Texturen den ansonsten guten technischen Eindrück trüben. Die meiste Zeit erwarten Sie cineastisch inszenierte Action und viele beeindruckender Scripts, doch eben nur die meiste Zeit. Insgesamt liefert EA gewohnt gute Qualität ab, die wohl die meisten Fans des Genres abgesehen von der knappen Spieldauer glücklich machen wird - das letzte Quäntchen zum Hit fehlt auch dem 360-Debüt der MoH-Reihe.

Wertung zu Medal of Honor: Airborne (X360)

Wertung:

79 /10
Pro & Contra
Gute TechnikMeist stimmige AtmosphäreNeue Features
Kurze SpielzeitKeine Fahrzeuge
Fazit

Technisch wie spielerisch gelungenes 360-Debüt der beliebten Serie, das aber in puncto Umfang nicht wirklich überzeugen kann.

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