Marvel-Flop Madame Web wird zum Streaming-Hit: "Spider-Man"-Mentor äußert sich

News Tobias Tengler-Boehm
Marvel-Flop Madame Web wird zum Streaming-Hit: "Spider-Man"-Mentor äußert sich
Quelle: Sony Pictures/Marvel - Collage von PC Games

Dieser Lehrmeister von Spider-Man wurde als Bösewicht einfach nur verschenkt.

Auf dem Papier hätte es so gut werden können. Ein ganzes Film-Universum voll von Gegnern und Vertrauten Spider-Mans. Doch abseits der Venom-Trilogie ging dieses Vorhaben schrecklich schief. Jetzt äußert sich der Schauspieler, der den "ersten Spider-Man" in einem der größten dieser Marvel-Flops spielte, über seine Rolle. Er geht dabei ähnlich pragmatisch vor, wie Hollywood-Star Russell Crowe.

Marvel: Wer ist Ezekiel Sims?

Hierbei handelt es sich um einen unregelmäßig wiederkehrenden Charakter der Spider-Man-Comics. Dementsprechend ist Sony Pictures im Besitz der Filmrechte an der Figur. Zwar ist Spider-Man dank eines Deals mit Disney Teil des MCU, doch mit dem "Sony's Spider-Man Universe" wollte der PlayStation-Hersteller als Rechteinhaber am Erfolg von Marvel im Kino teilhaben.

Bei Ezekiel Sims handelt es sich in den Comics um einen reichen Geschäftsmann in den 50ern, der über ähnliche Kräfte wie die Spinne verfügt. Als sozusagen "erster Spider-Man" wurde er zum Mentor von Peter Parker. Später stellte sich jedoch heraus, dass sein Handeln durch und durch von Eigennutz geprägt war. Ezekiel Sims wurde von Sony als Bösewicht für den Marvel-Flop Madame Web auserkoren.

Madame Web: Marvel-Film floppt und wird ein riesiger Streaming-Hit

Bis heut gilt das Spider-Man-Spin-Off als einer der größten Marvel-Flops aller Zeiten. Einer der Kritikpunkte: Der Charakter Ezekiel Sims wurde gnadenlos verschenkt. Dem französischen Schauspieler Tahar Rahim kann man hierfür allerdings wohl kaum keinen Vorwurf machen. Ein miserabler Wert von mageren 10 % an positiven Bewertungen auf Rotten Tomatoes macht deutlich, dass Madame Web wohl einfach insgesamt ein sehr unterdurchschnittlicher Film ist.

Die Hauptdarstellerinnen gingen sehr unterschiedlich mit dem Marvel-Flop um. Dakota Johnson (50 Shades of Grey) machte klar, dass sie erstmal genug von Superhelden-Filmen hätte. Euphoria-Star Sydney Sweeney nahm den Misserfolg hingegen mit Galgenhumor. Mittlerweile hat sich auch Ezekiel-Darsteller und Filmbösewicht Tahar Rahim zu Madame Web geäußert.

Er verzichtete nach dem Kinostart des Spider-Man-Spin-offs bewusst darauf, Kritiken, Bewertungen und Kommentare über den Marvel-Flop zu lesen. "Das wäre sicherlich keine gute Idee gewesen. Manchmal läuft es einfach und manchmal eben nicht. Ich habe einfach meinen Job gemacht". Mit diesem pragmatisch klingenden Ansatz schlägt der Schauspieler in dieselbe Kerbe wie Russell Crowe.

Der Hollywood-Star (Gladiator) spielte ebenfalls in einem der brachialen Marvel-Flops von Sony einen Bösewicht. Seiner Rolle als Nikolai Kravinoff in Kraven the Hunter weinte er keine einzige Träne nach. Im Hinblick auf die Aussagen von Dakota Johnson stellte er klar, dass man sich als gut bezahlter Schauspielende nicht beschweren, sondern einfach seinen Job machen sollte ("dann bist du hier falsch!"). Doch damit ist die Rückschau auf Madame Web noch nicht zu Ende.

Weder Dakota Johnson, noch Sydney Sweeney, Tahar Rahim, Russell Crowe oder Emma Roberts, die Peter Parkers Mutter spielt, konnten nach dem missglückten Kinostart folgendes ahnen: Madame Web wurde anschließend der größte Streaming-Erfolg von Sony Pictures des Jahres 2024 und einer der meistgestreamten Filme auf Netflix. Ein halbwegs versöhnliches Ende für alle Beteiligten, unabhängig davon, wie positiv oder negativ die einzelnen Personen auf ihre jeweilige Rolle im Spider-Man-Spin-Off bis heute zurückblicken.

Quelle: Vanity Fair

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