An den Kapsel-Maschinen erhaltet ihr eure Items.
Solide Technik
Grafisch macht Mario Party 5 einen soliden Eindruck, ohne irgendwelche Glanzpunkte zu setzen. Im typischen Mario-Style mit knallbunten Farben und witzigen Animationen kann die Grafik überzeugen. Die sechs Spielbretter sowie die zahlreichen Minispiele zeugen von viel Liebe zum Detail. Große Herausforderungen haben die Chips des GameCube aber nicht zu meistern. Gleiches gilt für den Sound. Viele typische Mario-Melodien begleiten das Spielgeschehen. Imposanten Orchester-Sound braucht ihr hier natürlich nicht zu erwarten, Nintendo setzt immer noch auf die bekannten Midi-Töne. Auch von Sprachausgabe hält Nintendo nach wie vor nicht viel und so erscheinen sämtliche Dialoge zwischen Charakteren oder Informationen als simple Textnachrichten auf dem Bildschirm. Mario, Toad, Bowser und Wario machen dieselben Schrei-, Lach- und Grunz-Geräusche wie immer und sagen ab und zu ein Wort. Allerdings sollte Nintendo langsam die Zeichen der Zeit erkennen und auf eine moderne Präsentation setzen. Denn so ist die Dolby-Pro-Logic-II-Unterstützung nicht mehr als ein netter Zusatz. Auch das Spielsystem hat noch einige Mängel.
Beispielsweise ist der Einzelspielermodus immer noch nicht wesentlich unterhaltsamer als bei den Vorgängern. Richtige Spielfreude kommt erst zu viert auf. Das Hauptproblem, wenn man alleine, zu zweit oder zu dritt spielt, sind die CPU-Gegner. Denn leider muss man jedes Mal darauf warten, bis der Computer seinen Zug gemacht hat. Dieses Problem gibt es aber auch begrenzt, wenn man zu viert spielt. So ist es zwar wesentlich spannender, zu beobachten, welche Gemeinheiten ein menschlicher Mitspieler gerade ausheckt, allerdings können die übrigen Spieler in dieser Zeit ebenfalls nichts tun. Weitere amüsante Animationen oder auf Knopfdruck abrufbare Sprüche à la Mario Golf hätten hier zumindest schon etwas mehr Spielwitz hineingebracht. Positiv fällt auf, dass man sich die Items nicht mehr im Shop kauft, sondern zufällig in Kapseln erhält. So muss man nicht mehr warten, bis der Gegner sich entschieden hat, was er denn gerne haben möchte.
