BILD: N-ZONE
Der Erfolg habe viele Väter, sagt der Volksmund. Das bewahrheitet sich auch, wenn wir die Anfänge von Nintendos Mobilstrategie und deren Verbindung mit dem Super-Maskottchen Mario betrachten. Wie ihr wisst, wurde der Klempner von dem mittlerweile zum Stardesigner geadelten Shigeru Miyamoto erfunden. Die Fundamente, damit ihr heute überhaupt euren DS im Bus, Zug oder Wartezimmer aufklappen könnt, gehen jedoch auf eine andere Person zurück: Gunpei Yokoi. Gunpei gilt als der Erfinder der Game & Watch-Geräte und er hat den Game Boy mit weltweit über 70 Millionen verkauften Einheiten zum Erfolg geführt. Ebenso bemerkenswert sind der Beginn und das Ende seiner Karriere bei Nintendo.
Im Jahr 1970 wurde Gunpei vom damaligen Präsidenten von NCL, Hiroshi Yamauchi, vom Fließband weg in die Produktentwicklung geholt, da er in seiner Freizeit einen Roboterhand gebastelt hatte, die das gewiefte Unternehmen später über eine Million mal verkaufen konnte. Anfang der Achtziger veröffentlichte Nintendo die ersten Game & Watch-Handhelds. Mit ihrem LCD-Display, dem Steuerkreuz und simplem Gameplay wurden sie ein großer Erfolg. Ihr Erfinder: Yokoi-san. Angeblich kam dem Japaner die Idee zu diesen Geräten, als er während einer Zugfahrt einen Geschäftsreisenden beobachtete, der gelangweilt auf seinem Taschenrechner herumtippte.
Gunpei avancierte zum Chefingenieur, er wurde Generalmanager der R&D1-Gruppe bei Nintendo und hatte die Bühne für weitere Mario-Auftritte gebaut. Doch bald sollte er der roten Pixelmütze mit gemischten Gefühlen entgegen sehen...
