Diese Akriden-Höhle ist eines der grafischen Highlights.
Wer auf Action steht, bekommt diese mit Lost Planet: Extreme Condition auch serviert. Allerdings nicht von Beginn an, denn die ersten Missionen laufen ein wenig eintönig ab und der Spielablauf bietet nicht viel Abwechslung. Je weiter Sie allerdings vorankommen, desto mehr Tempo nimmt der Titel auf und desto kurzweiliger wird die Angelegenheit.
Dabei blicken Sie in der Third-Person-Perspektive auf Ihre Spielfigur und bewegen diese mit dem linken Ministick. Mit dem rechten lenken Sie das Fadenkreuz der Waffen. Bedauerlicherweise reagiert dieses etwas träge, mit den beiden Bumper-Tasten RB und LB haben Sie aber die Möglichkeit, sich um 90 Grad nach links oder rechts zu drehen. So können Sie auch blitzschnell Feinde ins Visier nehmen, die urplötzlich hinter oder neben Ihnen auftauchen. Allerdings ist dieses Feature sehr gewöhnungsbedürftig. Eine automatische Zielhilfe - die Sie auf Wunsch aber auch deaktivieren können - erleichtert Ihnen das Ausschalten der Gegner zusätzlich.
In den ersten Missionen des Spiels sind Sie hauptsächlich zu Fuß unterwegs, mit zunehmender Spieldauer bewegen Sie sich dann fast nur noch am Steuer eines Vital-Suit-Kampfroboters durch die Levels. Als Zweibeiner haben Sie zwei kleine Waffen wie beispielsweise ein Schrot- und ein Maschinengewehr sowie einen Satz verschiedener Granaten im Gepäck. Im späteren Spielverlauf finden Sie dann durchschlagskräftigere Schießprügel wie beispielsweise Plasmaknarren.
Sitzen Sie in einem Vital Suit, so stehen Ihnen ebenfalls zwei Ballermänner zur Verfügung, an jedem Arm des Kampfroboters eine. Dabei handelt es sich um größere Waffen wie beispielsweise Raketenwerfer oder Gatling-Guns. Geht die Munition zu Ende, können Sie andere Waffen im Spielareal aufnehmen. Sie dürfen sogar aus einem Kampfroboter aussteigen, eine von dessen Waffen abmontieren und anschließend damit zu Fuß auf Akriden-Jagd gehen. Wenn Ihre Spielfigur jedoch so einen riesigen Ballermann mit sich herumschleppt, bewegt sie sich deutlich langsamer. In diesem Fall sind Sie für Feinde viel einfacher zu treffen.
In jeder der elf Missionen der Einzelspieler-Kampagne erwarten Sie etliche Endgegner. Dabei handelt es sich meistens um riesige Akriden, die bis zu 30 Mal so groß wie Sie in einem Vital Suit sind. In den Bosskämpfen kommt es allerdings nicht auf hohles Geballere an. Schon der Endgegner der ersten Mission ist ein harter Brocken und nur mit der richtigen Taktik zu knacken. Jeder der Akriden kann nämlich nur an einem bestimmten Schwachpunkt geschwächt werden. Der soeben erwähnte erste Bossgegner ist beispielsweise nur an seinem leuchtenden Hinterteil verwundbar.
Zudem ist es in einigen Bosskämpfen von entscheidender Bedeutung, am Steuer welches Vital Suits Sie gerade sitzen. Diese haben nämlich allesamt unterschiedliche Eigenschaften sowie Stärken und Schwächen. Einige Kampfroboter können nur über den Boden gleiten, andere sogar längere Zeit in der Luft schweben. Der PTX-140 verfügt zudem über eine Säge, die sich im Nahkampf mit anderen Vital Suits als sehr wirkungsvoll erweist. Den GTF-13M können in ein Motorrad umwandeln und damit rasant durch das Gelände brettern.
