Bei der Jedischlacht gehen
etliche Lego-Steine zu Bruch.
Was kommt dabei heraus, wenn man eine der bekanntesten Spielzeugmarken mit einer der bekanntesten Filmserien mixt? Antwort: Lego Star Wars. Der ein Monat vor Filmstart der dritten Episode erscheinende Titel umfasst neben dieser auch noch die ersten beiden Episoden der Science-Ficton-Saga. Die 16 Levels sind dementsprechend in aus den Filmen bekannten Umgebungen angesiedelt, was jungen Zockern das Nachspielen der Zelluloid-Vorlage ermöglicht: die Flucht aus Königin Amidalas Palast, Anakin Skywalkers Pod-Rennen oder die Droidenfabrik auf Geonosis. Welche Bereiche Sie beim Spielen der dritten Episode durchstreifen, verraten wir Ihnen an dieser Stelle aber natürlich nicht. Damit Ihnen die Vorfreude auf das demnächst erscheinende Filmspektakel nicht verdorben wird, verzichten wir darüber hinaus auf Screenshots aus diesen Levels.
Teamwork
Obwohl drei Filme genug Stoff für ein umfangreiches Videospiel hergeben sollten, ist Lego Star Wars recht kurz. Das liegt besonders am niedrigen Schwierigkeitsgrad, der auf die angepeilte junge Zielgruppe angepasst ist. Um durch einen Level zu kommen, reicht es aus, ein paar Gegner durch wiederholtes Hämmern auf die X-Taste in alle Einzelbauteile zu zerlegen und gelegentlich Spezialfähigkeiten einzusetzen.
Jedi-Ritter können die Macht einsetzen, um die Umgebung zu verändern, Charaktere, die einen Blaster bei sich tragen, schießen einen Enterhaken aus dieser Waffe und gelangen so über Abhänge, und Droiden können Sicherheitstüren knacken. Oftmals müssen Sie diese Fähigkeiten auch kombinieren, um simple Geschicklichkeitspassagen zu überwinden.
Wenn Sie einen Teil einer solchen Aufgabe gelöst haben, wechseln Sie mit der Y-Taste zum nächsten Charakter und komplettieren die gestellte Aufgabe. Auf diese Weise ist Lego Star Wars im Alleingang zwar durchzuspielen, mehr Spaß macht es aber, wenn zwei Padawane vor dem Bildschirm sitzen und im Kooperations-Modus zusammen die Laserschwerter schwingen.
Die Macht ist mit Dir
Wenn Sie einen Level geschafft haben, können Sie diesen jederzeit noch einmal spielen. Dann steht Ihnen eine Auswahl aus über 30 Charakteren zur Verfügung. Diese müssen Sie aber erst einmal freikaufen. Das geht mit Legosteinen, die Sie überall in den Levels verteilt finden. Auch diverse Spielmodifikationen können Sie mit den bunten Steinchen erwerben.
Darth Maul wird so zum Bartträger oder die zierliche Amidala zum unkaputtbaren Berserker. Außerdem finden Sie in jedem Level zehn versteckte Lego-Bausteine, die Ihnen neue Raumschiffe bescheren. Diese Bausteine können aber nicht beim ersten Durchspielen gefunden werden, da Sie die Fähigkeiten sämtlicher freispielbarer Charaktere einsetzen müssen, um an die Klötze ranzukommen.
Klötzchengrafik
Die Raumschiffe haben trotz des Lego-Flairs einen hohen Wiedererkennungswert. Das Gleiche gilt für die Umgebungen, die zudem sehr ordentlich aussehen. Details wie Spiegelungen am Boden, Lego-Pflanzen oder bei einem Ableben in Einzelteile zerspringende Figürchen mögen zwar nicht referenzverdächtig sein, machen die Spielwelt aber doch recht lebendig.
Es ist erfreulich zu sehen, dass junge Spieler nicht mit einem halbgaren Lizenzprodukt abgespeist werden. Der Original-Filmsoundtrack und surrende Laserschwerter runden Lego Star Wars ab. Auf Sprachausgabe wurde hingegen gänzlich verzichtet, die Plastik-Akteure hauchen den Zwischensequenzen lediglich durch ihre unbeholfene Mimik und Gestik Charme ein. Oder haben Sie schon einmal Lego-Männchen sprechen gehört?
