Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie

Test Thomas Eder

Der charmant-spaßige Knuddel-Krieg der Sterne

Nette Licht- und Spiegeleffekte verleihen der Grafik einen edlen Touch. 
BILD: XBOX-ZONE Nette Licht- und Spiegeleffekte verleihen der Grafik einen edlen Touch. BILD: XBOX-ZONE Nur selten versprüht ein Spiel so viel Charme wie das erste Lego Star Wars. Obwohl Gameplay und Schwierigkeitsgrad eher für eine jüngere Zielgruppe gedacht waren, schlich sich der Titel auch in die Herzen vieler erwachsener Spieler, was nicht zuletzt an der liebevoll aufbereiteten Story und der fantastischen Atmosphäre lag. Nach diesem durchschlagenden Erfolg und der Tatsache, dass im ersten Lego Star Wars nur die Hälfte der Star Wars-Story verbraten wurde, verwundert es kaum, dass Entwickler Traveller's Tales nur gut ein Jahr später einen Nachfolger ins Rennen schickt, der den ersten Teil noch übertreffen soll.

Liebevoll

Die Story des Spiels bezieht sich auf die klassischen Star Wars-Episoden IV, V und VI, die für viele Fans die mit Effekten vollgepumpten neuen Streifen bei weitem übertreffen. Die Geschehnisse der Filme werden dabei mit einer Vielzahl an lustigen Slapstick-Gags garniert, die dem Spieler Lacher am laufenden Band garantieren. Vor allem die Zwischensequenzen, die sich sehr stark an den Kino-Streifen orientieren, haben es in sich: ein Gag jagt den anderen - egal ob diese offensichtlich oder zum Teil auch versteckt sind. So albern Sturmtruppen herum, während im Hintergrund Rebellen entkommen, Darth Vader hat Hustenanfälle und Luke lässt oft die Geschicklichkeit und Anmut eines Jedi-Ritters vermissen.

Aber nicht nur diese Gags, sondern die übertrieben dargestellten Eigenschaften der Charaktere bringen den Spieler oft zum Schmunzeln. Gigolo Han Solo zum Beispiel ist ein noch viel aufdringlicherer Schürzenjäger als sein Vorbild aus den Kinostreifen, während Prinzessin Leia die Klischees einer Zicke mit Bravour erfüllt. Insgesamt wirkt sich diese volle Ladung an Humor sehr gut auf die Atmosphäre aus und verleiht dem Spiel seinen eigenen Charme, der sowohl bei reiferen als auch bei jüngeren Spielern für Schmunzler sorgt.

Detailverbesserungen

Die Abschnitte in den Fahrzeugen sind eine willkommene Abwechslung.
BILD: XBOX-ZONE Die Abschnitte in den Fahrzeugen sind eine willkommene Abwechslung. BILD: XBOX-ZONE Im Großen und Ganzen wirkt das Spiel dem Vorgänger sehr ähnlich, bei genauerem Hinsehen fallen allerdings doch eine Reihe von Neuerungen und Verbesserungen auf. Wie zuvor kämpfen Sie sich mit Ihren Charakteren durch die Levels, lösen abwechslungsreiche Rätsel und bringen die Besonderheiten der verschiedenen Charaktere zum Einsatz. Ihre Helden haben einiges dazugelernt und sind jetzt in der Lage, neben den Standard-Attacken coole Nahkampf-Moves auszuführen oder gegnerischen Angriffen geschickt auszuweichen.

Die größte Neuerung sind aber die erweiterten Möglichkeiten mit den Fahrzeugen. Häufig finden Sie in normalen Lauf-Abschnitten Lego-Teile, aus denen Sie Gefährte wie einen AT-ST zusammenbasteln können. Erstmals haben Sie nun aber auch die Gelegenheit, diese wirklich zu benutzen, um beispielsweise Barrieren aus dem Weg zu räumen oder Gegner im Handumdrehen ins Jenseits zu schicken. Besonderes Lob haben die verschiedenen Flug-Abschnitte verdient, in denen Sie mit Snow-Speedern, X-Wings und einer Vielzahl verschiedener Fahrzeuge aus dem Star Wars-Universum unterwegs sind. Diese sind besser gelungen als im ersten Teil und bringen ordentlich Abwechslung und Action in das Spiel.

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