Nintendo bringt die Kugel ins Rollen
Quelle: Videogameszone.de
Das Spielfeld kann im Gegensatz zu Monkey Ball komplett gedreht werden.
BILD: N-ZONE
Manche Spiele strahlen eine Faszination aus, der sich nur die wenigsten unter uns entziehen können. Sie fesseln von der ersten bis zur letzten Minute, begeistern durch sensationelle Spielmechanik oder ziehen den Spieler mit atemberaubender Atmosphäre in den Bann. Schön, dass sich Kororinpa zum Repertoire dieser seltenen Art der Unterhaltungssoftware gesellt.
Kugelrund
Das Spielprinzip punktet durch Einsteigerfreundlichkeit und ist schnell erklärt. Durch Bewegen der Wii-Remote dreht und neigt ihr ein in der Luft schwebendes Labyrinth. Auf diesem befindet sich eine Kugel, die ihr mit viel Geschick ins Ziel manövrieren müsst. Kommt euch das bekannt vor? Super Monkey Ball bedient sich desselben Spielprinzips. Doch wo Segas Affentanz aufhört, fängt Kororinpa erst an. So sind die Labyrinthe beispielsweise nicht auf eine horizontale Standardposition fixiert, sondern lassen sich in ihrer kompletten Form drehen.
Dieser Aspekt verleiht der Spielmechanik eine beeindruckende, zusätzliche Dimension, welche den Spannungsgrad drastisch in die Höhe schraubt und den für Wii typischen Ich-will-auch-mal-Effekt bei umstehenden Zuschauern hervorruft. Trotz der zahlreichen freispielbaren Goodies hält sich der Umfang stark in Grenzen. Wo Monkey Ball tonnenweise Missionen und einen exzellenten Mehrspielermodus bot, kommt Kororinpa gerade mal mit einer Spielzeit von kaum 10 Stunden daher.
Schade, wo doch die grundlegende Spielidee reichlich Potenzial für mehr bietet. Die liebevolle und physikalisch vorbildliche Inszenierung der insgesamt zwanzig Kugeln (von denen jede unterschiedliche Eigenschaften hat) rundet das fantastische Spielerlebnis im wahrsten Sinne des Wortes ab. Danke, Nintendo - mehr davon!
