Knights of the Temple

Test

Gegen so viel Kraft kann der Soldat nicht viel ausrichten. Gegen so viel Kraft kann der Soldat nicht viel ausrichten. Kreuzritter Paul sorgt selbst bei den Dämonen für Schrecken. Irgendwann brennt dem gutmütigen Bischof aus TDKs Knights of the Temple kräftig die Sicherung durch. Gerade noch illustre Galionsfigur seiner Kirche, wendet er sich unvermittelt dem Bösen zu. Vorrangiges Ziel: mitsamt der gekidnappten Jungfrau Adelle die Pforten zur Hölle zu öffnen. Gut, dass es da Kreuzritter Paul gibt, der die Menschen des 12. Jahrhunderts vor dem vorzeitigen Weltuntergang beschützen muss. Sie übernehmen die Rolle dieses Jungspunds, der endlich beweisen will, dass in ihm das Blut seines als heldenhafter Kreuzritter gestorbenen Vaters fließt.

Stahl überzeugt
Zu Anfang Ihres Kreuzzuges führen Sie lediglich ein einfaches Schwert, um sich zu verteidigen. Je näher Kreuzritter Paul aber dem Urheber allen Übels kommt, desto bessere Waffen findet er. Neben Schwert, Axt und Keule kann Paul auch mit dem Bogen umgehen. Besonders das Aussehen und die Wirkung der Äxte verändern sich. So wird aus dem anfänglichen Holzhackermodell bald ein Henkerbeil, dem selbst Dämonen nichts entgegenzusetzen haben. Wucht ist aber nicht aller Feinde Tod: In den Jerusalem nachempfundenen Abschnitten treffen Sie beispielsweise Turbanträger, die mit der Schlagfrequenz ihrer Doppelsäbel Axthiebe tumb aussehen lassen. Ein Wechsel zu schnelleren Waffen ist dann Pflicht, außerdem müssen Sie sich den unterschiedlichen Angriffen der Gegner taktisch anpassen. Glücklicherweise lernen Sie mit der Zeit neue Attacken hinzu, die in der passenden Kombination das sichere Ende des Gegners bedeuten. Spezialattacken ergänzen diese, zehren aber an Ihrem Ausdauerbalken. Dank dieser können Sie Angriffe ausüben, die Ihnen mit Glück mehrere Gegner auf einmal vom Leib halten und brenzlige Situationen zu Ihren Gunsten auflösen. Zuletzt darf der Held sogar auf göttlichen Beistand zurückgreifen . Wenn Sie einen Treffer landen, übersehen Sie das mit Sicherheit nicht: Mit Blut geht Knights of the Temple nämlich keineswegs sparsam um. Interessant: Pfeile bleiben in Zielen und der Umgebung stecken, was dem nahkampfbetonten Kampfgeschehen zusätzlich Atmosphäre verleiht. Eher als nette Beigabe fungieren kleine Rätseleinlagen, die inmitten der Hack&Slay-Action für Abwechslung sorgen. Anspruchslos dagegen ist der Arena-Modus, in dem Sie abseits der Hauptquest zu zweit gegeneinander kämpfen können.

Metzel-Action mit Macken
Neben verrückten Mönchen und garstigen Dämonen sorgen zwischendurch besonders harte Gegnernüsse für schweißverklebte Schwertgriffe. Leider hat die Intelligenz der Fieslinge zeitweise derbe Aussetzer: Statt sofort anzugreifen, warteten Antagonisten in der uns vorliegenden Version praktisch darauf, sich einen gezielten Pfeil von uns einzufangen. Optisch ist das Machwerk der Starbreeze Studios überdurchschnittlich, besonders Licht- und Glanzeffekte untermalen das stimmungsvolle Spielerlebnis passend. Anteil am guten Gesamtbild haben auch kleine Details: Geht beispielsweise Ihre Lebensenergie zur Neige, so treten alle Kampfgeräusche in den Hintergrund. Nur das ruhige Atmen Ihres Helden und friedliche Musik sind zu hören. Wenn Sie schließlich Ihr Leben aushauchen, färbt sich die Welt schwarz-weiß und Sie erhaschen einen kurzen, letzten Blick darauf, was die Gegner in noch mit Ihrem Körper anstellen. Dass Animationsexperte John Klepper (Matrix Reloaded) bei den Bewegungsabläufen mitmischte, hat sich bezahlt gemacht. Die Aktionen von Gegnern sind entsprechend vielfältig und flüssig. Auf die Bilddarstellung trifft das leider nicht zu: Teilweise ging diese nämlich derbe in die Knie und zeigte das Kampfgeschehen auf dem Bildschirm in Zeitlupe. Gerade wenn Sie sich mit mehreren Gegnern prügeln, hat das Abstriche beim Spielspaß zur Folge.

Bildergalerie

Wertung zu Knights of the Temple: Infernal Crusade (PS2)

Wertung:

79 /10

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