Kinect für Xbox 360: Kann Microsofts neue Hardware Gaming revolutionieren oder ist die Luft schon vor dem Start raus? Videogameszone beleuchtet Technik und Spiele zur Bewegungssteuerung für Xbox 360 ohne Controller.
Quelle: Microsoft
Kinect Sports - Fußball ist ein Teil der Fun-Sport-Sammlung
Kinect Sports
Genre: Sport-Hampeleien - Hersteller: Microsoft - Entwickler: Rare
Es ist erschreckend, dass sich Microsoft tatsächlich traut, so etwas herauszubringen: eine Minispiel-Sammlung, die das Prinzip vom Wii-Starttitel (!) Wii Sports schlicht kopiert. Sechs Sportarten stehen zur Verfügung (Boxen, Hürdenlauf, Fußball, Volleyball, Tischtennis und Bowling) und mit großer Wahrscheinlichkeit liegt der Titel der Hardware direkt bei. Wir können uns jedenfalls beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand bereit ist, den vollen Kaufpreis dafür zu bezahlen. Den Preis von Kinect würde allerdings auch ein Bundle mit Kinect Sports nicht viel verschmerzbarer machen. Nintendos Wii ist jetzt fast vier Jahre auf dem Markt und wurde schon über 70 Millionen Mal verkauft. Gibt es auf diesem Planeten wirklich noch jemanden, der noch nie Bowling mit Motion Control gespielt hat? Und werden diese schätzungsweise drei Personen wirklich 150 Euro ausgeben, um das auf der Xbox mit Kinect nachzuholen? Oder gleich 350 Euro für das Konsolen-Bundle? Der November wird es zeigen.
Quelle: Turn10
Kinect für Xbox 360 - Forza Motorsport
Forza Motorsport
Genre: Rennspiel light - Hersteller: Microsoft - Entwickler: Turn 10
Kurz und knapp präsentierte Microsoft die (hoffentlich optionale) Zukunft von Forza. Einer der Entwickler stand auf der Bühne und steuerte mit seinen nach vorn ausgestreckten Händen einen Edel-Boliden an computergesteuerten Gegnern vorbei. Das sah erschreckend einfach aus und ließ eigentlich nur zwei mögliche Erklärungen zu: Entweder war die Präsentation gefaked und hinter den Kulissen steuerte jemand mit einem Pad oder die ganze Chose ist so runtergedummt, dass es selbst ein dressierter Affe spielen kann. In beiden Fällen ist unsere Begeisterung eher verhalten.
Forza 3 war mit allen aktivierten Fahrhilfen selbst für blutige Anfänger schaffbar, aber eben auch erheblich präziser und gehaltvoller. Wir tippen mal (oder hoffen zumindest), dass ein Forza 4 Kinect optional unterstützen und für die neue Hardware einen Extra-Spielmodus beinhalten wird. Wesentlich interessanter war da schon die demonstrierte Möglichkeit, einen perfekt nachgebildeten Boliden von allen Seiten (und den Innenraum) per Kinect unter die Lupe zu nehmen. Das ist zwar kein wirkliches Spiel, aber für Autonarren eine reizvolle Vorstellung.
Quelle: Microsoft
Kinect Joy Ride - Ein Fun-Racer ohne Lenkrad? - No Way!
Kinect Joy Ride
Genre: Kart-Racer mit Bewegungssteuerung - Hersteller: Microsoft - Entwickler: BigPark
Joy Ride wurde im letzten Jahr noch ohne Bezug zu Kinect vorgestellt und sah putzig aus. Das tut es immer noch, auch wenn der Originalitätsfaktor nicht gestiegen ist. Auch wagen wir mal die kühne Behauptung, dass Joy Ride niemals die Klasse eines Mario Kart erreichen wird, aber immerhin darf man mit dem eigenen Avatar im Kart um die Wette rasen. Das Wort „Kinect“ im Titel bedeutet allerdings, dass das Pad verstaubt. Freihändig bugsiert man das Vehikel über die Kurse, was sich anfangs etwas seltsam anfühlt. Die Karts geben automatisch Gas, der Spieler lenkt lediglich mit den beiden nach vorn ausgestreckten Händen. Powerslides löst man mit einem Hüftschwung aus, was die Frage aufwirft, wie man das auf der Couch sitzend anstellt. Wer beide Hände ruckartig nach vorne schiebt, aktiviert den Turbo-Boost, was leider nicht so zuverlässig von der Kamera erkannt wird, wie man sich das wünschen würde. Ob Streckendesign und Spielbarkeit am Ende überzeugen können, ist schwer zu sagen, für eine gesellige Runde zwischendurch dürfte Joy Ride seinem Namen allerdings alle Ehre machen.
Quelle: Microsoft
Kinectimals - Das 360-Raubkatzen-Tamagotchi
Kinectimals
Genre: Tamagotchi zum Anfassen - Hersteller: Microsoft - Entwickler: Frontier Development
Och, ist der süüüß! Zugegeben, der flauschige Baby-Tiger in der E3-Präsentation war an Niedlichkeit kaum zu überbieten. Daran änderte auch die etwas befremdlich wirkende Darbietung nichts, in der ein kleines Mädchen merklich einstudiert
mit seinem virtuellen Tiger spielte. Das Konzept ist auch nicht unbedingt neu
(*hüstel*Nintendogs*hüstel*EyePet*hüstel*), aber putzig umgesetzt. Wenn Skittles (so nannte das Mädel ihre Wildkatze) in froher Erwartung den Bildschirm abschleckt oder beim Seilspringen tapsig auf den Boden plumpst, dann erfährt einem schon mal ein „Ooohhh!“. Schön, dass man sein Haustier mit virtuellen Händen ordentlich knuddeln kann, selbst wenn die dunklen Seiten unserer Persönlichkeiten sich fragen, ob man auch ordentliche Watschen verteilen darf. 40 verschiedene Raubkatzen im Baby-Format, die man frei benennen kann (sofern die Spracherkennung damit klarkommt), stehen zur Auswahl.
Dance Central
Genre: Tanzspiel - Hersteller: MTV Games - Entwickler: Harmonix
Die Erfinder von Guitar Hero und Rock Band bleiben ihrer Passion, der Musik, treu und präsentieren mit Dance Central ein Tanzspiel, das nicht nur für komplette Nerds geeignet ist. Keine Tanzmatte, kein J-Pop, nur Bewegungserkennung und coole Musik. Auf dem Bildschirm tanzt ein vom Spieler kreierter Avatar im Stil von Rock Band, rechts werden die zu tanzenden Moves eingeblendet. Die Entwickler wagten den ultimativen Test und schickten nach einer schnuckligen Asiatin einen jungen Entwickler auf die Bühne, der bleicher nicht hätte sein können. Doch auch wenn seine Vorgängerin die Moves irgendwie schmissiger rübergebracht hatte, der Fremdschäm-Faktor stieg nicht in die erwarteten Höhen. Ja, wir geben es zu, wir könnten uns zum Teil wirklich vorstellen, das auch zu spielen. Das liegt einerseits an der gelungenen Präsentation, andererseits an der Reputation der Entwickler. Harmonix macht normalerweise keinen Mist und die eingeblendeten Tanzmoves waren nicht mal ansatzweise so affig wie die von Dance Masters, das wir auf der nächsten Doppelseite vorstellen.
Quelle: Microsoft
Kinect Adventures - Mittels hüpfen weicht ihr Hindernissen aus
Kinect Adventures
Genre: Koop-Hampeln mit Foto-Feature - Hersteller: Microsoft - Entwickler: Good Science
Interessanterweise war Kinect Adventures einer der unterhaltsameren Titel für Microsofts neues Wundergerät. Zwei Spieler stürzen sich gleichzeitig in ein „Abenteuer“, wobei der Begriff schon arg weit ausgelegt wird. Letztlich steht der Avatar im Spiel entweder auf einem Floß oder einem Brett, das sich automatisch auf einer mehr oder weniger vorgegebenen Bahn bewegt. Der oder die Spieler weichen Hindernissen aus und sammeln Münzen ein. Das ist nicht weniger plump, als es klingt, funktioniert aber erfreulich gut. Ein nicht zu verachtender Fun-Faktor ist die Foto-Funktion: An besonderen Stellen im Spiel knipst die Kamera ein Erinnerungsfoto der Spieler, was meistens ziemlich bescheuert aussieht, aber jeden Zuschauer erheitert. Das Problem an der Sache ist eigentlich nur, dass die Tiefenerkennung für die demonstrierten Passagen überhaupt keine Rolle spielt und der ganze Spaß sich dadurch kaum von Sonys mittlerweile in Ehren ergrautem EyeToy abhebt.
In diesem Artikel
- Seite 1 Kinect für Xbox 360: Spiele und Technik im Fokus
- Seite 2 Kinect für Xbox 360: Die Zukunft des Spielens
- Seite 3 Kinect für Xbox 360: Die Spiele zum Start
- Seite 4 Kinect für Xbox 360: Die Spiele der Dritthersteller EA, LucasArts und Ubisoft
- Seite 5 Kinect für Xbox 360: Die Spiele des Drittherstellers Konami
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 Kinect für Xbox 360: Spiele und Technik im Fokus
- Seite 2 Kinect für Xbox 360: Die Zukunft des Spielens
- Seite 3 Kinect für Xbox 360: Die Spiele zum Start
- Seite 4 Kinect für Xbox 360: Die Spiele der Dritthersteller EA, LucasArts und Ubisoft
- Seite 5 Kinect für Xbox 360: Die Spiele des Drittherstellers Konami
