Martial-Arts-Action mit innovativem Kampfsystem
Die Gegnertreten immer in Massen auf.
Der junge Shinbu ist das, was man gemeinhin als Problemkind bezeichnen würde. Von seinem Kampfsport-Clan ausgestoßen, führt er das Leben eines Einzelgängers. Erst als er die hübsche Sui Lin vor gemeinen Verbrechern rettet, entdeckt er seine Bestimmung als Kämpfer gegen das Böse. Es beginnt eine umfangreiche Odyssee durch das komplette Fantasyreich von Key of Heaven, bei dem der junge Held wider Willen vor allem eines macht: kämpfen, kämpfen und noch mehr kämpfen.
Das Besondere an den zahllosen Fights: Anstatt auf kompliziert auszuführende Combos zu setzen, wird nur eine einzige Aktionstaste benutzt, um sämtliche Attacken zu starten. Welche Angriffe in welcher Reihenfolge ausgeführt werden, hängt dabei vom verwendeten Kampfstil ab. Das Schöne dabei: Man lernt praktisch ständig etwas Neues hinzu - seien es neue Moves, die man braucht, um eine bestimmte Martial-Arts-Technik zu vervollständigen, oder gar ganz neue Stilrichtungen.
Die große Herausforderung in den Kämpfen besteht dann zumeist darin, herauszufinden, welcher Kampfstil am besten gegen welche Gegnerarten zieht. Dies kann mitunter - vor allem bei den oft unerwarteten Mini-Boss-Fights - auch schon mal für Frust sorgen, da die Suche nach der geeigneten Technik leicht in nervige Trial&Error-Episoden mündet. Für zusätzlichen Tiefgang sorgt zudem ein Charakterentwicklungssystem der Marke "RPG light".
Mit jedem Kill sammelt Shinbu Erfahrungspunkte, die bei einem Level-Aufstieg für bessere Charakterwerte sorgen. Natürlich dürfen Sie Ihren Helden obendrein mit hilfreichen Gegenständen ausrüsten - seien es nun Waffen, Accessoires oder diverse nützliche Tränke und Pülverchen.
Was Präsentation und Technik angeht, gehört Key of Heaven auf jeden Fall zu den gelungeneren Titeln für die PSP.Hübsche Hintergrundgrafiken, detaillierte Charaktere, gelungene Animationen und durchweg ansprechende Effekte sorgen für ein stimmiges Gesamtbild. Rein technisch sind auch die komplett mit (eng-lischer oder japanischer) Sprachausgabe unterlegten Zwischensequenzen durchweg gelungen. Was man von der hohlen Story und den oftmals dümmlichen, unfreiwillig komischen Dialogen hält, bleibt jedem selbst überlassen.
