Quelle: Rare
Insgesamt zehn solcher Kreaturen gibt es im Spiel zu finden. Haben Sie einen Elementargeist gerettet, gewährt Ihnen dieser durch seine Fähigkeiten Zutritt zu neuen Bereichen, in denen wiederum weitere Geister gefangen sind. Erreichen Sie einen neuen Abschnitt im Spiel, wird dieser auch für den Koop-Modus freigeschaltet. Im Splitscreen können Sie hier mit einem Freund die Levels aus dem Einzelspieler-Modus zu zweit in Angriff nehmen. Durch den geteilten Bildschirm (wahlweise horizontal oder vertikal geteilt) geht hier allerdings leider die Übersicht ein wenig verloren.
Zeit für Erkundungen
Kameo wirkt durch den Spielverlauf wie aus einem Guss. Alles passt hier zusammen, auch wenn der Stil wohl Geschmackssache ist. Die bunte Grafik mag auf Screenshots zwar den Eindruck erwecken, es handle sich hier um ein Spiel für Kinder, das komplexe Gameplay dürfte jüngere Zocker aber wohl ein wenig überfordern.
Das soll aber nicht heißen, dass Kameo ein allzu schweres Spiel wäre. Stecken Sie einmal fest, gibt Ihnen ein Zauberer, der ein magisches Buch zu seiner Wahlheimat erkoren hat, hilfreiche Tipps. Geschulte Zocker dürften den Abspann so ohne große Probleme nach etwa zehn Stunden das erste Mal sehen - vorausgesetzt, sie lassen die zahlreichen Nebenmissionen links liegen.
Die NPCs in den Dörfern fordern Sie zwar selten direkt auf, etwas für sie zu erledigen, wenn Sie ihnen aber genau zuhören, erfahren Sie immer, wie Sie ihnen helfen können. Oft stößt man so auch auf Aufgaben, die man erst mit einem neuen Elementargeist lösen kann. Deswegen ist es durchaus angebracht, auch mal in bereits besuchte Gegenden zurückzukehren.
Für erfolgreich abgeschlossene Nebenmissionen erhält man nämlich Früchte, die man in die Aufwertung der Elementargeister stecken kann. Jeder Elementargeist beginnt das Spiel nur mit den absolut nötigsten Fähigkeiten. Wenn Sie aber neue, besonders starke Attacken erlernen möchten, kommen Sie um die Nebenmissionen nicht herum.
Performance-Test
Rare hat sich beim Design sehr geschickt angestellt. Das Spiel scheint wie aus einem Guss und wurde hin und wieder mit echten Highlights garniert. So sind Bosskämpfe rar gesät, aber die bildschirmfüllenden Fieslinge, die man zu Gesicht bekommt, sind richtig spektakulär. Die kleinen Geschicklichkeitspassagen, die man mit den Fähigkeiten der Elementargeister bewältigen muss, sind nicht nervig und die Schlachten, die man zwischen den Missionen miterlebt, einfach überwältigend.
Da man nicht mit solchen Wuchtbrummen übersättigt wird, hält das auch auf Dauer bei der Stange. So gehört Kameo zu den stärksten Launch-Titeln, die die Xbox 360 bekommt. Kein anderes Spiel zeigt derzeit so eindrucksvoll, was in der Hardware der neuen Microsoft-Konsole steckt, und kein anderer Titel ist so ausgefallen und witzig präsentiert. Sicherlich ist aus der neuen Xbox noch mehr rauszuholen, aber das, was Rare hier geschafft hat, muss man erst einmal nachmachen.
