Putsch im Tropenparadies und Sie sind mittendrin!
Diverse Bonus- und Rennmissionen
lockern das Spielgeschehen gelungen auf.
BILD: XBOX-ZONE
Das Pilotprojekt eines neuen Entwicklerteams ist immer eine heikle Angelegenheit. Wenn sich das Team dann auch noch dazu entschließt, einen Grand Theft Auto-Klon zu programmieren, vervielfachen sich automatisch die Erwartungen an das Produkt. Die Avalanche Studios lassen sich davon jedoch nicht ins Bockshorn jagen und zeigen mit ihrem Erstlingswerk Just Cause, dass sie es drauf haben. Viele gute Ansätze, Ideen und eine selbstentwickelte Grafikengine lassen die Marschrichtung der Entwickler klar erkennen: den Genrethron. Und der ist ihnen zumindest auf der Xbox 360 im Moment sicher.
Urlaub ist gestrichen
Im Gegensatz zum direkten Konkurrenten Saints Row ist Just Cause nicht überwiegend in einer Großstadtkulisse angesiedelt. Der Hauptschauplatz von Eidos' Actiontitel ist der fiktive Tropeninselstaat San Esperito. Hier treibt der "leicht" größenwahnsinnige Diktator Salvadore Mendoza sein Unwesen, indem er plötzlich beginnt, Massenvernichtungswaffen herzustellen. Der globale Anstandswauwau USA schickt deshalb den CIA-Agenten Rico Rodriguez in den politisch instabilen Inselstaat, um dessen Oberhaupt zu stürzen.
Natürlich darf bei der Operation nicht der Eindruck entstehen, dass die CIA in diese Aktion verwickelt ist. Aus diesem Grund entziehen Sie, in der Rolle von Rico, der Regierung Bezirk für Bezirk die Kontrolle über das Land. Zum Glück gibt es mehrere Parteien auf der Insel, die mit der aktuellen Gesamtsituation unzufrieden sind und deren Energien Sie sich zunutze machen können. Die Guerilla lehnt sich recht aggressiv gegen das Regime auf und kämpft offen gegen die Staatsgewalt.
Nachdem Sie den Boss der heißblütigen Revoluzzer aus einem Gefängnis befreit haben, sorgen Sie für die Rebellen unter anderem für Unruhen in einigen Dörfern oder töten gezielt Regierungsbeamte. Durch solche Aktionen steigt Ihr Ansehen und Ihnen stehen immer bessere Waffen und Fahrzeuge an den Rebellenstützpunkten zur Verfügung. Dasselbe Prinzip greift bei der Kooperation mit dem Rioja-Drogenkartell. Allerdings steht hier mehr der Kampf gegen ein anderes Kartell im Vordergrund.
Es wird nie langweilig
unächst legt man aufder Übersichtskarte die Zielbasis fest.
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Neben Aufträgen für diese beiden Gruppierungen müssen Sie auch noch CIA-Missionen erledigen, um die Story weiter voranzutreiben. So wird von Ihnen etwa verlangt, den Polizeichef auf seiner fetten Yacht zu eliminieren oder die größte Koka-Plantage des Drogenkonkurrenten zu zerstören. Wie Sie das machen, bleibt vollkommen Ihrer Fantasie und den Mitteln, die Sie finden, überlassen. Durch fair gesetzte Checkpoints, auch innerhalb der Missionen, bleiben die Aufträge überwiegend frustfrei.
Etliche Bonusaufgaben bringen zusätzlich etwas Abwechslung. Sammeln Sie zum Beispiel zehn Kisten mit Zielfernrohren ein und Sie werden mit einer Extraportion Prestigepunkten belohnt. Glücklicherweise ist die Position dieser besonderen Gegenstände auf der Karte eingezeichnet, denn sonst wäre es nahezu unmöglich, die kleinen Kisten in dem über 1.000 km² großen Gebiet zu finden. Leider ist die Kartenfunktion insgesamt nicht so funktional und komfortabel wie bei GTA oder Saints Row und umständliches Navigieren im PDA-Menü zur vernünftigen Orientierung stört oftmals den Spielfluss.
