Mit Vollgas durch die Ovale: Der Kultmotorsport aus den USA
Bastler und Hobby-Tuner werden an den vielen Einstellmöglichkeiten ihre helle Freude haben.
Während die Formel 1 in aller Munde ist, fristet die IndyCar-Serie hierzulande noch nicht einmal ein Schattendasein. Woran das genau liegt, ist schwer zu sagen, aber die Tatsache, dass bei diesem Motorsport ausschließlich in Rundkursen gefahren wird, trägt garantiert ihren Teil dazu bei. Nichtsdestotrotz bringt Codemasters jetzt das offizielle Spiel zur Rennserie heraus.
Das Resultat sind alle 14 echten Rennschauplätze, 29 Originalfahrer und ein äußerst authentisches Fahrverhalten. Um sich mit diesem vertraut zu machen, lohnt es sich, das exzellente Tutorial zu besuchen. Hier werden Ihnen alle wichtigen Besonderheiten und Tricks des Rennsports näher gebracht.
Ovale, nichts als Ovale
Hier hats ordentlich gekracht. Die Folge sind allerdings nur kleine Blechschäden.
Es gibt wohl kein anderes Rennspiel auf dem Markt, bei dem man so wenig Worte über das Streckendesign verlieren muss wie bei IndyCar Series. Der Grund dafür ist ganz einfach: Bei absolut jedem Kurs dieses Spiels handelt es sich um einen Rundkurs. Wer jetzt allerdings meint, Oval wäre gleich Oval und die 14 Strecken würden sich allesamt gleichen, der irrt: Durch die unterschiedlichen Kurveneigenschaften (die eine ist enger, die andere ist weitläufiger) erfordert der Wagen jedes Mal eine unterschiedliche Handhabung.
Dank der sehr präzisen und realistischen Steuerung gelingt das aber bereits nach wenigen Spielminuten. Der nächste Punkt, der die Rennserie so einzigartig macht, sind die ständigen Überholmanöver, die durch das Windschatten-Fahren ermöglicht werden. Auch hier überzeugt das Spiel. Die Gegner verhalten sich sehr intelligent und fair und simulieren so realistischen Rennsport.
Einstellparadies
Die Bodentexturen sind absolut gelungen. Sie vermitteln ein tolles Geschwindigkeitsgefühl.
Seine ganze Stärke spielt der Titel aber erst dann aus, wenn man sich länger mit ihm beschäftigt und die Einstellmöglichkeiten am eigenen Auto ausnutzt. Unzählige Variationen, angefangen beim Reifendruck bis hin zu den Flügeleinstellungen: Es gibt nichts, was nicht verändert werden kann und sich auf die Fahrbarkeit auswirkt. Weniger spektakulär ist die Technik des Spiels. Zwar läuft es die meiste Zeit mit konstanten 60 fps, wirklich hübsch sieht es allerdings nicht aus, was hauptsächlich an den langweiligen, aber eben auch realistischen Strecken liegt.
