Das Tutorial ist sehr gut und bringt die Feinheiten des Rennsports näher.
Während Schumi & Co. mit Starthilfen und halbautomatischen Getrieben das Leben erleichtert wird, müssen IndyCar-Fahrer echte Muskelkraft aufbieten. Hier wird noch per Hand und Schalthebel geschaltet. Dafür geht's aber auch immer nur auf Rundkursen um den ersten Platz. Doch wer die Rennen der amerikanischen Rennsport-Liga Nummer 1 deswegen für langweilig hält, der irrt. Jeder Kurs hat seine Eigenheiten und unterschiedliche Anforderungen.
Wir brauchen einen Plan
Hier setzen Brain in a jar, die Entwickler von IndyCar Series, an. Ein umfangreiches Tutorial bringt auch Technik-Muffeln schnell nahe, worum es geht. Wer sich einfach so ins Ren- nen stürzt und ein paar Runden dreht, kommt nicht weit. Umfangreiche Testrunden müssen absolviert werden, damit der Wagen auf jede Strecke perfekt abgestimmt werden kann. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig. Ob Reifendruck, Einstellung der Spoiler oder Radsturz, in der Garage kann kräftig getunt und getüftelt werden. Das macht den Titel für Gelegenheitsfahrer leider ziemlich uninteressant. Nur wer sich voll und ganz auf das Spiel einlässt und gerne das letzte Quäntchen Leistung aus seinem Fahrzeug und sich selbst kitzelt, wird sich hier wohl fühlen. Technisch sollte man von IndyCar Series keine Revolution erwarten. Die Grafik ist flüssig und ausreichend schnell, Streckendetails sind dennoch rar gesät. Richtig übel sieht das Spiel nur im Zweispieler-Modus aus. Ganze acht Computergegner dürfen dann mitfahren, dafür sinkt die Optik fast auf PSone-Niveau und ist auch nicht mehr so schnell. Einen Sonderpunkt gibt's für den lizenzierten Song der Queens of the Stoneage, der auch das fetzige Intro veredelt.
