Horizon: Zero Dawn ist nicht nur richtig gut, sondern im Remaster auch fast so schön wie Forbidden West!

Kolumne Annika Menzel
Horizon: Zero Dawn ist nicht nur richtig gut, sondern im Remaster auch fast so schön wie Forbidden West!
Quelle: PC Games

Horizon: Zero Dawn hat kürzlich ein Remaster spendiert bekommen - und was für eins! Redakteurin Anni ist erneut in Aloys Rolle geschlüpft und erlebt ihre Begeisterung fürs Spiel nun ein zweites Mal.

Horizon: Zero Dawn war mein erstes großes Spiel auf der PlayStation 4. Also, es war bei weitem nicht das erste Spiel, das ich gezockt habe. Diese Leidenschaft begann schon vor gut 20 Jahren und hält, wie ihr euch vorstellen könnt, weiterhin an.

Aber als ich mir ein paar Jahre nach Release endlich eine PS4 angeschafft habe, stand im Elektronikmarkt meines Vertrauens plötzlich ein Spiel im Regal, das meine Aufmerksamkeit sofort weckte. Heute ist es ein extrem seltener Fall, dass ich mich ohne irgendein Vorwissen in eine virtuelle Welt stürze.

Durch den Beruf ist das nahezu unmöglich geworden. Damals war es allerdings gar nicht so unüblich für mich: Manchmal folgte ich einfach meinem Bauchgefühl und probierte etwas Neues aus, ohne mich vorher durch Tests, Wertungen oder Gespräche mit Freunden genauer zu informieren.

Ein Lichtblick am Horizont

Horizon: Zero Dawn (jetzt kaufen ) war vor ziemlich genau sieben Jahren so ein Fall. Das Cover hat mich sofort angesprochen und die spärliche Beschreibung auf der Rückseite reichte aus, um mich davon zu überzeugen, dass ich es unbedingt spielen musste. Zuhause angekommen konnte ich es kaum noch erwarten, wie ein aufgeregtes Kind, das an Heiligabend die Minuten bis zur Bescherung zählt.

Rost und Aloy stehen in der Landschaft Quelle: PC Games Und was war das Erste, das mich nach wenigen Minuten im Spiel erwartete? Motion Sickness, na vielen Dank auch. Aber mit ein paar Kameraeinstellungen und ein wenig Training kamen Aloy und ich relativ schnell miteinander zurecht. Ein Glück, denn sonst hätte ich eines der Spiele verpasst, das aus meiner persönlichen Top 10 heute nicht mehr wegzudenken ist.

Dabei ist diese Wahl ganz untypisch für mich. Große Blockbuster-Titel, dazu noch mit einer offenen Spielwelt, stehen normalerweise nicht so weit oben auf meiner Agenda. Zumindest mittlerweile nicht mehr, da ich einfach zu viele von ihnen gesehen und gespielt habe.

Kein Wunder also, dass mein Kollege Michi neulich so überrascht war, als er die Lieblingsspiele der Redaktion für eine Podcastfolge sammelte und bei mir Horizon: Zero Dawn in der Liste auftauchte. Damals war ich aber noch längst nicht so übersättigt wie heute und dachte gar nicht groß darüber nach, wie die Spielwelt aufgebaut war.

Vielmehr legte ich meinen Fokus auf die riesigen Maschinenüberreste, die ganze Berge in Anspruch nahmen, genauso wie auf die wunderschönen Landschaften und faszinierenden Überreste einer vergangenen und dennoch futuristischen Zeit.

Und mal ganz abgesehen davon, dass ich neidisch auf Aloys Löwenmähne war und weiterhin bin, zählen Bögen übrigens zu meinen liebsten Waffen in Videospielen. Es fehlte also nur noch eine spannende Geschichte, um mich durch die Welt zu leiten. Und auch da hat Guerrilla Games mich nicht enttäuscht.

Ein kleiner Fun Fact am Rande, der mir selbst mittlerweile unglaubwürdig erscheint: Damals kam es häufiger vor, dass ich rein der Geschichte nachjagte und jegliche Nebenaufgaben ignorierte. Deshalb musste ich den Schwierigkeitsgrad bei Horizon auch temporär auf die niedrigste Stufe umstellen, weil ich komplett unterlegen in einer Mission feststeckte.

Keine Sorge, wenig später folgte dann noch ein Neues Spiel Plus auf dem schwierigsten Grad, um alle Trophäen einzusacken. Aber dafür, dass sich Bloodborne mittlerweile zu meinem Lieblingsspiel gemausert hat und ich die letzten Jahre Soulslikes ohne Ende verschlungen habe, hört sich das nach einem ganz anderen Menschen an.

Voller Fokus auf die Grafik

Diesen Schwank aus meiner Jugend packe ich aber nicht ohne Grund ausgerechnet jetzt aus, denn das Spiel hat sich gerade erst wieder in meine Gedanken geschlichen. Sony hat mir nämlich kürzlich einen kleinen Traum erfüllt und Horizon: Zero Dawn Remastered herausgebracht.

Das war ein willkommener Grund, mal wieder einen Blick in eines meiner Lieblingsspiele zu werfen, nachdem ich sowohl die Erweiterung als auch die Platin-Trophäe damals schon abgehakt hatte. Theoretisch hätte ich noch ein bisschen was in Horizon: Forbidden West zu tun, allerdings löst die Fortsetzung bei mir nicht die gleichen Gefühle aus.

Aloy blickt nachdenklich zur Seite Quelle: PC Games Versteht mich nicht falsch, ich hatte viel Spaß mit dem zweiten Teil, auch wenn ich ihn wegen des anstehenden Releases von Elden Ring in einer Woche durchkloppen "musste". Vor allem die Grafik tat es mir damals an und ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich mich staunend in der Welt umschaute.

Umso glücklicher macht es mich, dass Zero Dawn nun auf ein ähnliches Niveau angehoben wurde. Ganz so beeindruckend wie der Nachfolger ist das Remaster zwar nicht, aber es kommt schon richtig nah dran.

Nicht nur die Spielwelt, sondern auch die Charaktere erstrahlen in neuem Glanz und wirken ein ganzes Stück realistischer. Möglicherweise pflasterte ich neulich schon bei der ersten Spielesession die Festplatte meiner PS5 mit zahlreichen Screenshots zu, weil ich ständig etwas sah, das ich unbedingt festhalten wollte.

Außerdem sind die Ladezeiten nun deutlich kürzer, was gerade beim Schnellreisen auffällt. Die kosteten mich damals trotz PS4 Pro nämlich einiges an Zeit und Nerven. Für ein Remaster haben sich die Entwickler also erstaunlich viel Mühe gegeben - und das zahlt sich aus.

Es reichte schon, die ersten Takte der Titelmusik im Menü zu hören, um mir Gänsehaut zu bescheren. Horizon: Zero Dawn hat sich schließlich nicht nur einen Platz in meiner Topliste sicher, sondern auch einen in meinem Herzen. Umso mehr freue ich mich, meine Begeisterung von damals nach sieben Jahren nun aufs Neue erleben zu können.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk