Hitman: Blood Money

Test Uwe Hönig

Hitman: Blood Money Zwar können Sie Zeugen und Polizei bestechen oder sich gar eine neue Identität zulegen, doch das Geld, das Sie diesmal für gelungene Anschläge bezahlt bekommen, können Sie für andere Dinge weitaus besser gebrauchen. Ihren Verdienst sollten Sie zwischen den Missionen in den Ausbau Ihrer Waffen investieren oder nützliche Utensilien wie verbesserte Dietriche, kugelsichere Westen oder Schmerzmittel zur Erhöhung der Lebensenergie erwerben.

Kleine Macken

Die Neuerungen und die nochmals er-weiterte Handlungsfreiheit bringen viel Spielspaß mit sich. Ganz perfekt ist aber auch Blood Money nicht geraten. Noch immer gibt es kleine Macken, die zwar selten auftreten, wenn sie aber passieren, oft unweigerlich dazu führen, dass man eine Mission von vorne angehen muss. In einem Hotel in Las Vegas bietet es sich z. B. an, die Zielperson in einem Fahrstuhl zu erschießen und dann durch die Dachluke auf die Kabine zu klettern, bis die Polizei den Toten abtransportiert hat.

Aufgrund der verwendeten Ragdoll-Technologie, die leblose Körper realistisch darstellt, kann es aber geschehen, dass das Opfer beim Öffnen der Fahrstuhltüren zwischen diese rutscht. Dann kommt das Wachpersonal nicht in den Lift und kann die Leiche nicht abtransportieren. Dadurch sind Sie praktisch im Aufzugsschacht gefangen, denn sobald Sie in die Kabine zurückspringen, entdeckt Sie die Polizei.

Schönheitsfehler

Hitman: Blood Money Auch die aus den Vorgängern bekannten Clippingfehler konnten nicht gänzlich ausgemerzt werden - angesichts der Hardware-Power der Xbox 360 unverständlich. Überhaupt merkt man dem Titel an, dass er nicht exklusiv für die nächste Konsolengeneration erscheint. So läuft Blood Money auf der 360 im Vergleich zur Xbox-Version zwar ruckelfrei, hat ansonsten aber nur höher aufgelöste Texturen spendiert bekommen.

Wie beim kleinen Konsolenbruder werden einige Charaktermodelle allerdings nach wie vor mehrmals verwendet. Dies war für die Xbox noch nötig, um die Framerate stabil zu halten, auf der Xbox 360 gibt es für diese Recycling-Maßnahme aber keinen Grund. Makellos ist hingegen die Sounduntermalung. In der uns vorliegenden Version waren Bildschirmtexte und Sprachausgabe zwar noch in Englisch, aufgrund der Xbox-Version wissen wir aber, dass die deutschen Sprecher hervorragend gewählt wurden.

Auch die Musik von Jesper Kyd ist mal wieder erstklassig und treibt den Puls mit einigen Elektro-Elementen in die Höhe. Den Hit hat sich dieser Titel also auf jeden Fall verdient, die Wertung hätte aber noch ein gutes Stück höher ausfallen können, hätte man sich um einige der unschönen Fehler gekümmert und die grafische Präsentation in ein der Xbox 360 gebührendes Gewand gesteckt.

Wertung zu Hitman: Blood Money (X360)

Wertung:

86 /10
Pro & Contra
Massig LösungswegeNeue ElementeAngepasster Schwierigkeitsgrad
Unschöne Fehler
Fazit

Wenn einige unschöne Fehler nicht wären, könnte dieser Titel sogar am Genrethron rütteln.

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