Hitman: Absolution im Test - Weitere Pro-Punkte

Test Thorsten Küchler

Hitman: Absolution im Test für PC, PS3 und Xbox 360 - Agent 47 kehrt zurück und feiert mit Hitman: Absolution ein grandioses Comeback! In unserem Test erfahrt ihr, dass IO Interactive mit Hitman: Absolution nicht nur ein eigenwilliges, sondern auch einzigartiges Action-Spektakel gelungen ist. Sowohl die Spielelemente als auch die Technik konnten in unserem Test vollends überzeugen.

Herrlich absurder Humor für Erwachsene – auch in der USK-Version

So mau die Story auch sein mag, die Charaktere machen diesen Fauxpas locker wieder wett: Ein ebenso lüsterner wie lispelnder Sheriff, mit Maschinengewehren bewaffnete Nonnen, mexikanische Wrestler – das Absolution-Personal würde jeder Klapsmühle alle Ehre machen. Gelegentlich schießt IO Interactive in Sachen trashiger Geschmack zwar dezent übers Ziel hinaus – aber der sarkastische Grundton gibt dem Spiel einen ganz eigenen, erwachsenen Stil. Zudem ist das Spiel trotz seiner Härte auch in der deutschen USK-Fassung komplett ungeschnitten.

Fantastische Technik

Hitman: Absolution macht Max Payne 3 den Titel 'Action-Spiel mit den am geilsten designten Levels' streitig. Quelle: PC Games Hitman: Absolution macht Max Payne 3 den Titel "Action-Spiel mit den am geilsten designten Levels" streitig. Hitman: Absolution macht Max Payne 3 den Titel "Action-Spiel mit den am geilsten designten Levels" streitig. Von einer provinziellen amerikanischen Kleinstadt über einen Stripclub bis hin zu einem genial kitschig eingerichteten Motel reicht der Level-Reigen. Und jeder Spielbereich ist faszinierend glaubwürdig bevölkert: Die KI-Zivilisten und -Gegner gehen ihrem Tagewerk nach, unterhalten sich (zuhören empfohlen, es gibt tonnenweise versteckte Gags!) und reagieren authentisch auf die Taten des Hitman. An einigen Stellen im Spiel zeigt IO dann auch, was die neue Glacier Engine 2 so auf dem Kasten hat: Der Grafikmotor kann Hunderte von KI-Figuren gleichzeitig darstellen, ruckelfrei!

Es ist schon ein famoses Gefühl, wenn man sich als Polizist verkleidet durch die Menschenmassen auf einem völlig überlfüllten Bahnsteig drängelt. Generell gehört Absolution zu den optisch imposantesten Spielen der letzten Monate: Dank schicker Farbfilter und stimmungsvoller Lichteffekte wirkt das Gesamtbild stets hervorragend. Während bereits die Konsolenversionen genial gut aussehen, setzt die PC-Fassung da noch einen drauf: Die Texturen sind feiner aufgelöst als auf PS3 und 360, die Effekte noch einen Tick imposanter.

Außerdem könnt ihr das Spiel auf drei nebeneinander angeordneten Monitoren gleichzeitig spielen und so einen gigantischen Rumdumblick auf die Spielwelt genießen. Allerdings hat diese Dekadenz natürlich ihren Preis: Um die Grafikeinstellungen aufs Maximum zu drehen, benötigt ihr eine dicke Grafikkarte. Noch ein paar Worte zur Sprachausgabe: Absolution verfügt zwar über eine ordentliche, aber lange nicht ideale deutsche Tonspur. Die Sprecher geben sich hörbar Mühe, klingen im Vergleich zu ihren brillanten englischen Kollegen aber recht amateurhaft. Dickes Lob an Square Enix: Ihr könnt Text- und Ton-Sprache sogar getrennt umstellen.

Motivierender Contracts-Modus

Einen wirklichen Mehrspieler-Modus bietet Absolution leider nicht, aber dennoch könnt ihr euch mit anderen Online-Spielern messen. Denn der Contracts-Modus ist eine Art Missionseditor, der herrlich intuitiv und motivierend daherkommt und den Wiederspielwert ordentlich in die Höhe schraubt. Das Erstellen eines Auftrags, den ihr danach euren Freunden und dem Rest der Welt zur Verfügung stellt, ist kinderleicht. Ihr wählt einen Level, sucht euch Ausrüstung und Verkleidung aus und los geht's. Sobald der Abschnitt startet, dürft ihr tun und lassen, was ihr wollt. Mit einem Tastendruck markiert ihr bis zu drei Ziele und schaltet diese mit einer Methode eurer Wahl aus.

Das Spiel registriert dabei sämtliche Umstände (welche Waffe, Verkleidung, Leichen versteckt, unerkannt geblieben …). Anschließend verlasst ihr den Tatort durch einen Ausgang – fertig! Nun haben andere Spieler die Möglichkeit, euren Highscore zu knacken oder euch selbst mit Aufträgen zu versorgen. Mit dem so erspielten Geld kauft ihr dann übrigens neue Waffen und Verkleidungen – ein ewiger Kreislauf der Sucht! Einziger Haken an der Sache: Auf Konsole wird der Contracts-Modus mittels Online-Pass aktiviert, was den Weiterverkauf des Spiels natürlich erschweren soll.

Bildergalerie

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