Harry Potter und der Halbblutprinz-Review: Fauler Zauber oder magische Erfahrung - was bringt das sechste Harry-Potter-Spiel für PS3 und Xbox 360?
Quelle: EA
Harry Potter und der Halbblutprinz (2)
Pünktlich zum Kinostart der sechsten Buchverfilmung erscheint wie immer das passende Spiel für alle Plattformen. Harry Potter kämpft darin nicht nur gegen die fiesen Feinde, sondern auch gegen eine schwammige Steuerung und eine veraltete Grafik. Die Zauberschule Hogwarts wird von den sogenannten Todessern, bösen Zauberern unter dem Befehl von Ober-Antagonist Lord Voldemort, angegriffen. Harry und seine Freunde müssen die Attacke abwehren und gleichzeitig mit ihrem aufkeimenden Interesse am anderen Geschlecht kämpfen. Außerdem findet aller Welt Lieblings-Zauberschüler einiges über die Jugend seines Erzfeindes heraus, der damals noch Tom Riddle hieß. Und natürlich erfahren wir auch, wer der namensgebende Halbblutprinz ist.
Quelle: EA
Harry Potter und der Halbblutprinz (1)
Nach Stundenplan
Quelle: EA
Harry Potter und der Halbblutprinz (4)
Eingebettet ist die Handlung in den Schulalltag, bei dem ihr in Minispielchen Tränke braut oder Gegenstände fliegen lasst. Wer mag, darf auf dem Weg durch den verwinkelten Gebäudekomplex Wappen sammeln, um Boni zu ergattern. Oder ihr meistert He-rausforderungen bei Duellen gegen Mitschüler oder den obligatorischen Quidditch-Turnieren (eine Art Football auf fliegenden Besen). Wer an einer Stelle auf dem Schlauch steht, dem hilft der "fast kopflose Nick" auf die Sprünge. Die Geistergestalt geleitet euch flugs zur nächsten Aufgabe. Nach der Hauptkampagne dürft ihr den Gebäudekomplex weiterhin frei bereisen, um offene Aufgaben zu lösen. Der Ansatz ist zwar nicht sonderlich innovativ, überzeugt aber durch das besondere Fantasy-Flair.
Quelle: EA
Harry Potter und der Halbblutprinz (3)
Musik und Sprachausgabe sind auf hohem Niveau und unterstützen die tolle Atmosphäre. Weniger schön ist die veraltete Grafik. Während die Zaubersprüche ansehnliche Effekte produzieren, liegen die kantigen Texturen und die animationsarmen Zwischensequenzen am unteren Ende des Genre-Standards. Noch nerviger ist die hakelige Steuerung. Das Spiel scheint eher für Wii-Controller ausgelegt zu sein. Kreisförmige Gesten und Schüttelbewegungen lassen sich mit Nintendos Eingabegeräten eindeutig besser ausführen als mit dem PlayStation-3-Controller.
