Nvidia oder AMD? Welche CPU liefert mehr FPS in zehn aktuellen Spielen und kann ein 550-Watt-Netzteil der Auslastung standhalten?
Gigabyte Eagle GeForce RTX 4070 OC und Sapphire Pure Radeon RX 9070
Wir schauen uns, bevor wir zu den Benchmark-Ergebnissen kommen, die beiden Grafikkarten einmal näher an. Die Gigabyte Eagle GeForce RTX 4070 OC hat drei Lüfter und eine Gesamtlänge von 26,1 Zentimetern. Die GPU darin ist eine AD104 (Ada Lovelace), die mit bis zu 2050 MHz taktet, was 30 MHz mehr als der Nvidia-Standard für eine RTX 4070 ist. Als VRAM stehen 12 GB GDDR6X zur Verfügung. Der Strombedarf der RTX 4070-Serie beträgt laut unabhängigen Tests etwa 200 Watt.
Die Sapphire Pure RX 9070 OC (in vielen Shops fehlt der Zusatz OC, obwohl es nur dieses eine Modell gibt) nutzt eine Navi 48-GPU, die auf bis zu 2700 MHz taktet. In Spielen sind es im Schnitt 140 MHz mehr als der normale Standardtakt für die RX 9070-Reihe. Die Länge der Sapphire Pure Radeon RX 9070 beträgt 32,0 Zentimeter, ihr Strombedarf liegt bei etwa 200 bis 240 Watt. Unser Autor schlug im Rahmen der kürzlichen Amazon Prime-Angebotstage für 549 Euro zu. Derzeit gibt es sie bei unserem Partner Galaxus für 579 Euro, was auch dem derzeitigen Bestpreis für das Modell entspricht.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Eagle GeForce RTX 4070 OC
Reicht ein 550-Watt-Netzteil?
Aufmerksame Leser werden sich nun vielleicht wundern, dass unser Test-PC nur ein 550-Watt-Netzteil nutzt. Denn die Hersteller von diversen Radeon RX 9070-Modellvarianten empfehlen meist 650 Watt oder mehr. Unser Netzteil von Asus gehört allerdings zu den hochwertigen Netzteilen mit Gold-Label bei der Effizienz. Der Nennwert von 550 Watt untertreibt eher ein wenig, denn das Netzteil kann allein bei der 12-Volt-Leitung, die vor allem für die Grafikkarte wichtig ist, bereits 540 Watt als Combined Power liefern.
Unsere Radeon RX 9070 benötigt 200 bis 250 Watt, bei Spitzen vielleicht auch mal bis zu 300 Watt. Die CPU wiederum liegt bei Spielen deutlich unter 100 Watt. Das Netzteil stemmt unser Set-up also problemlos. Verwendet man aber ein günstiges No-Name-Netzteil oder ein nicht so effizientes Modell, oder hat man eine stromfressendere CPU, wären eher 650 Watt angemessen.
Test: Vorgehensweise und Spiele
Wir haben 10 Spiele in WQHD und 4K getestet, und zwar jeweils in der höchsten Detailstufe ohne Raytracing. Für drei Spiele, die Raytracing-Effekte bieten, testen wir mit aktiviertem Raytracing separat und haben dazu einen eigenen Abschnitt vorgesehen. Dies gilt auch für unsere Erfahrungen mit Nvidia DLSS respektive AMD FSR als Upscaling-Techniken. Folgende 10 Spiele haben wir getestet:
- Alan Wake 2
- Assassin's Creed: Shadows
- Baldur's Gate 3
- Banishers: Ghosts of New Eden
- Battlefield 6
- Black Myth: Wukong
- Cyberpunk 2077
- Hogwarts Legacy
- Star Wars: Outlaws
- The Last of Us Part 1
Quelle: Antonio Funes
Iron Harvest - kein Test-Game, aber irgendwie doch dabei.
Zwei der Spiele, nämlich Assassin's Creed: Shadows und Black Myth: Wukong, bieten einen spielinternen Benchmarktest, den wir verwendet haben. Für die anderen Games sind wir eine fest vorgegebene Strecke entlanggelaufen und haben für die Leistungsmessung FrameView verwendet. Wir haben übrigens Hilfsfeatures wie V-Sync, Frame Generation oder auch einen FPS-Grenzwert deaktiviert, damit die Messungen nicht verzerrt werden. V-Sync kann beispielsweise die FPS-Werte leicht begrenzen, damit sie synchron zur Monitorfrequenz sind. Ein FPS-Grenzwert würde wiederum logischerweise die Werte eventuell begrenzen, obwohl der PC mehr FPS liefern könnte.
