Hades 2: Fazit nach 50 Stunden - Lohnt sich der Kauf schon im Early Access?

Special Felix Schütz
Hades 2: Fazit nach 50 Stunden - Lohnt sich der Kauf schon im Early Access?
Quelle: Supergiant Games, PC Games

Hades 2 lässt im Early Access die Muskeln spielen! Wir haben das Action-Roguelite intensiv gespielt und ziehen Bilanz: Ist es wirklich besser als Teil 1? Und vor allem: Lohnt sich der Kauf schon jetzt?

Wie der Bruder, so die Schwester?

Melinoes Spielstil unterscheidet sich aber spürbar von Zagreus. Als mächtige Kampfhexe besitzt sie zum Beispiel einen nützlichen Bannkreiszauber, der Feinde unbeweglich macht. Wird der Zauber aufgeladen, richtet er außerdem großen Flächenschaden an. Überhaupt lassen sich alle Attacken aufladen, verbrauchen dafür aber neuerdings Mana, das ihr immer im Blick haben solltet. Zum Glück liefert das gute UI aber alle wichtigen Infos, zum Beispiel als kleine Einblendung direkt über der Heldin - dadurch behält man die Manakosten selbst im tiefsten Kampfgewimmel im Blick.

Anders als ihr Bruder kann Melinoe nicht mehrmals nacheinander dashen. Stattdessen hält man die Ausweich-Taste gedrückt, um die Heldin sprinten zu lassen - das ist für Kenner erst mal ungewohnt, spielt sich nach einer Weile aber wieder ziemlich gut und präzise. Vor allem nach dem ersten Patch, der Melinoes Tempo und Beweglichkeit nochmal ein bisschen verbessert hat.

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Göttliche Waffen

Im Early Access stehen euch bislang fünf neue Kampfgeräte zur Verfügung, die sich alle schön unterschiedlich spielen. Da gibt es zum Beispiel Dolche, mit denen ihr euch einfach hinter Feinde transportiert, um so besonders schnell Extraschaden auszuteilen. Auf Distanz dürft ihr außerdem Wurfmesser einsetzen, die aber noch ein bisschen schmächtig ausfallen - an dem Design könnten die Entwickler ruhig noch ein bisschen feilen.

Ziemlich ausgereift wirkt dafür schon die Axt, die zwar nur sehr langsam zuhaut, dafür aber mit einer Wirbelattacke und einer Druckwelle auf Distanz massenhaft Schaden austeilt. Der trägere Spielstil birgt zwar auch ein hohes Risiko, besonders bei manchen Bosskämpfen, bietet aber einen prima Kontrast zu den anderen Waffen.

Überraschend schwach fallen bislang aber noch die Schattenflammen aus. Das sind zwei Zauberstäbe, die einfach magische Kugeln verschießen, ohne dass man dabei großartig zielen muss. Selbst mit den richtigen Götterkräften fühlen sich die Dinger aber einfach zu ungenau und langsam an, das macht sie aus unserer Sicht zur schwächsten Wahl. Wir finden: Da ist noch mehr Feintuning nötig.

Poseidons Wassereffekte erzeugen tödliche Flutwellen. Quelle: PC Games Erfahrenere Fernkämpfer greifen darum besser zum Silberschädel, einer Art magische Handgranate. Die Schädel hauen kräftig Flächenschaden raus und haben dazu noch einen sekundären Angriff, der Melinoe flott durch die Arena düsen lässt und dabei seitwärts Feinde wegpustet. Da die Schädel aber immer wieder umständlich eingesammelt werden müssen, ist der Kampfrhythmus längst nicht so schön flott wie zum Beispiel beim Bogen im ersten Hades.

Dafür gibt's aber noch den Hexenstab als echten Allrounder. Das Ding funktioniert wie ein Speer und bietet einen starken Nahkampfangriff mit ordentlicher Reichweite. Zusätzlich verballert der Stab aber auch auch kleinere Geschosse auf Distanz. Die sind auf den ersten Blick ziemlich mickrig, doch mit den richtigen Upgrades könnt ihr daraus ein echtes Schwergewicht bauen! Wenn ihr zum Beispiel bestimmte Kräfte von Zeus bekommt, erzeugt jeder Treffer Kettenblitze und teilt zusätzlichen Blitzschaden aus. Packt ihr ihr dann noch ein paar Boons drauf, die eure Geschosse schneller fliegen und von Gegnern abprallen lassen, könnt ihr euch entspannt zurücklehnen, denn jetzt schießt ihr schon die meisten Gegnergruppen lässig weg. Und wenn ihr zusätzlich noch euren Bannkreis mit weiteren Schadensupgrades aufmotzt, so dass sie dauerhaft Blitze oder Eisstürme erzeugen, haut ihr schnell so viel Schaden raus, dass selbst die meisten Bossgegner in einer Minute aufgeben.

Hades 2 ist noch nicht fertig, bei Eris ist bislang Schluss. Quelle: PC Games

Ungleiche Kräfte

So spaßig solche Builds auch sind, kann es euch aber natürlich auch passieren, dass ihr lauter Nieten zieht. Es ist eben ein Roguelike, der Glücksfaktor spielt mit. Und auch das Balancing wirkt noch etwas unrund - es gibt nämlich einige Götterkräfte, die im Vergleich zum Rest eindeutig zu schwach ausfallen.

Das merkt man besonders bei den Kräften der Göttin Selene. Die liefert ganz besondere Skills, die ihr nur aktivieren könnt, wenn ihr eine bestimmte Menge Mana verbraucht habt. Dann dürft ihr zum Beispiel riesige Lichtstrahlen vom Himmel rufen, euch zwischendurch heilen oder einfach die Zeit verlangsamen. Manche dieser Effekte sind sehr nützlich, andere dagegen braucht kein Mensch.

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