Die verfolgenden Cops können uns in unserem Schaufelbagger nur wenig anhaben.
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Dummerweise bedeutet Wohlstand auch eine Menge Neid (Die Redaktion spricht hier natürlich aus Erfahrung!) und gelegentlich muss man seine wertvollen Immobilien verteidigen. Im Gegenzug darf man die Etablissements anderer Gangs und Gruppierungen gewaltsam übernehmen und sein Imperium weiter ausbauen. Allein dieser Teil des Spiels kann bei entsprechender Hingabe unzählige Stunden verschlingen, schließlich dienen die Geschäfte nicht nur als Geldquelle, sondern beherbergen auch Auftraggeber. Diese Missionen sind nicht allzu aufwendig inszeniert, sorgen aber für einen beliebteren Chef und höhere Einnahmen. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann natürlich nach wie vor von einem Auftraggeber zum nächsten hetzen, macht sich das Spiel dadurch aber nicht gerade leichter.
Balanceakt
Mit der Chopper durch die Straßen zu cruisen, ist immer wieder ein Genuss.
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Leicht waren die Spiele der Reihe noch nie. Immer wieder gab es in jedem Titel einige Missionen, die den Spieler in den Wahnsinn treiben konnten. Diese Macke gibt es auch in Vice City Stories zu beklagen, wobei viele Schwierigkeiten nicht zuletzt im immer noch nicht optimal funktionierenden Zielsystem und der mitunter hakeligen Steuerung begründet sind - Probleme, die Spieler der Vorgänger, aber vor allen von Liberty City Stories schon zur Genüge kennen.
Auch die Spielbalance selbst kann nicht restlos überzeugen. Immer wieder startet man Missionen mehrmals und muss erneut zahlreiche Ladepausen und Zwischensequenzen über sich ergehen lassen. Immerhin gibt man sich bei den Entwicklern Mühe, die Probleme etwas zu entschärfen. So kann Vic im Gegensatz zum Protagonisten von Liberty City Stories schwimmen und erneut fährt einen ein Taxi nach dem Ableben oder der Festnahme automatisch zum letzten Auftraggeber. Neu ist ein Symbol, das den Rückerwerb sämtlicher Waffen ermöglicht, die man zum Zeitpunkt des Missionsfehlschlags bei sich hatte. Das alles ist immer noch kein Ersatz für Checkpoints, aber der gute Wille ist erkennbar.
Traumhafte Kulisse
Vielleicht hätten wir uns nicht ganz so lässig von unserem brennenden Fahrzeug wegbewegen sollen...
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Neben dem wunderbar klischeehaft inszenierten Setting und dem dazu passenden Soundtrack sind es vor allem die neuen Fahrzeuge, die das Spielgeschehen noch reizvoller gestalten. Quads und Fahrräder sorgen auf dem Boden für Abwechslung, Helikopter und Flugzeuge dagegen eröffnen die Luftwege. Und gerade die letztgenannten Vehikel machen einen großen Reiz des Spiels aus. Schon mit dem Sportflitzer ist es eine wahre Wonne, durch die pastellfarbenen Straßen dem Sonnenuntergang entgegenzucruisen und dabei "In the Air Tonight" von Phil Collins zu hören, doch mit dem Wasserflugzeug die Skyline entlangzurauschen und sich von sanften Klängen berieseln zu lassen, ist ein einzigartiges Gefühl.
Vom britischen Sänger gibt es übrigens gleich drei Songs in der Playlist, was kein Zufall ist: Phil Collins wurde auch für Sprachaufnahmen verpflichtet und ein Konzert von ihm in Vice City ist Handlungsort einer Mission. Und hier zeigt sich der größte Unterschied zwischen Rockstars Dauerbrenner-Serie und der Konkurrenz. Ob True Crime, Driver oder selbst Scarface, alle diese Spiele haben ihre Vorzüge und machen spielerisch sogar einiges besser als das Original, doch die Qualität der Inszenierung, die Präsentation und die Atmosphäre der Rockstar-Titel bleiben unerreicht.
PSP am Limit
Die kräftigen Farben des Spiel kommen besonders morgens und abends zum Tragen.
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Ein GTA auf der PSP? Niemals! Schon Liberty City Stories bewies das Gegenteil. Doch Vice City Stories setzt noch einen drauf. Enorme Weitsicht, flüssige Grafik und Detailverliebtheit bei der Umgebungsgestaltung sind einfach der Wahnsinn. Wie schon in den Vorgängern entdeckt man an jeder zweiten Straßenecke etwas Neues oder genießt einfach das perfekte Zusammenspiel aus Optik und Akustik.
Ein so stimmiges Gesamtbild bekommen nicht viele Spiele hin - schon gar nicht auf einer tragbaren Konsole. Diese Pracht hat freilich ihren Preis: Während Pop-ups quasi schon zum guten Ton gehören, sind extrem spät eingeblendete Texturen und ganzen Bauten (!) oder Grafikfehler nicht wegzudiskutierende Kritikpunkte. Auch der erneut starke Nachzieheffekt der Grafik ist nicht gerade Balsam für die Augen und es empfehlen sich kurze Spielsessions.
Gewohnt gut
Erneut können zahlreiche Outfits in Shops gekauft und in Missionen freigespielt werden.
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Was bleibt, ist ein erneut hervorragendes Actionspiel, das zwar im spielerischen Bereich keine Maßstäbe setzen kann, inszenatorisch und atmosphärisch aber ans Display fesselt und mit einem enormen Umfang begeistert. Eine PlayStation-2-Version ist offiziell noch nicht bestätigt, wir rechnen dennoch mit einer Umsetzung. Die könnte die Steuerungsmacken vergessen machen, muss sich dann aber an der enorm starken Konkurrenz messen - und dann fällt es schwerer, angesichts der technischen Macken ein Auge zuzudrücken.
