Geradlinig und hart
Bei Rogue Agent ist kompromisslose Action angesagt. Acht große Levels führen Sie zu bekannten Bond-Locations wie die Golden Gate Bridge aus Im Angesicht des Todes und die Pyramiden aus Der Spion, der mich liebte. Die Steuerung des Ego-Shooters funktioniert auch bei heftigen Action-Sequenzen tadellos. Grobmoto--riker freuen sich über die Auto-Targeting-Option und beinharte Baller-Fans stürzen sich bei jeder Gelegenheit auf geeignete Zweitwaffen. So halten Sie rechts und links einen Ballermann in der Hand und feuern, was die Rohre hergeben. Große Gewehre können allerdings nur beidhändig geschleppt werden. Wer sich im Kugelhagel einigermaßen sicher bewegen möchte, der sollte sich an einen Gegner heranschleichen und ihn als Geisel nehmen. Wahlweise dürfen Sie den armen Tropf nun als menschlichen Schutzschild missbrauchen oder mit einem beherzten Stoß in Richtung Angreifer schleudern. Beim ersten Schwierigkeitsgrad ist die KI der Gegner nicht sonderlich helle, erst mit der normalen und schweren Einstellung verwenden die Feinde fortschrittliche Bewegungsmuster und verstecken sich hinter Objekten oder agieren im Team. Witzige Multiplayer-Action im Split-screen-Modus oder auch online runden die geradlinigen Einzelspielermissionen ab. Leider war das Spiel zum Testzeitpunkt noch nicht via Internet spielbar, weshalb wir in einer der nächsten Ausgaben eine Online-Wertung nachreichen werden. Optisch wurde solide Arbeit geleistet, stellenweise gibt es starke Hintergrundgrafiken und Effekte zu bestaunen, während manche Passagen etwas lieblos und trist wirken. Das Game läuft weitgehend flüssig, selbst bei großem Gegneraufkommen - dafür wurde die Framerate auf 25 Bilder pro Sekunde limitiert, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Action-Fans, die schon immer mal die böse Seite in einem Bond-Abenteuer übernehmen wollten, ballern mit diesem Spiel genau richtig.
